[Hardware] [AWEKAS Bridge] Anleitung AWEKAS Bridge

  • Hier eine kurze Anleitung zur Einrichtung der AWEKAS Bridge:


    1.) Auspacken und Anschließen:

    Nach dem Auspacken, schließen Sie Ihre Wetterstation oder einen Smartbedded Meteostick über einen USB Hub an die AWEKAS Bridge an. Anschließend verbinden Sie das Gerät mit dem mitgelieferten Netzwerkkabel mit Ihrem Netzwerk. (Router, Modem, Switch etc.). Als letztes verbinden Sie das Mitgelieferte Netzteils über das ebenfalls enthaltene USB Kabel mit der AWEKAS Bridge.
    Die Bridge sollte nun starten. Dabei leuchten und blinken verschiedene Anzeigen. Der Startvorgang dauert etwa 2 Minuten.


    2.) Netzwerk einrichten:
    Das Einrichten des Netzwerkes der AWEKAS Bridge ist auf folgender Webseite erklärt:
    Meteobridge Netzwerk einrichten

    Gehen Sie nach dem Punkt: "Erste Kontaktaufnahme mit einer non-PRO Meteobridge" vor.


    3.) Wetterstation auswählen:

    Als nächstes muss die Wetterstation ausgewählt werden.


    Meteobridge stellt keine vollautomatische Stationserkennung zur Verfügung, aber es werden ein paar Schnittstellentests durchgeführt, die die Auswahl einschränken.

    • Ein grüner Haken zeigt an, dass Meteobridge am USB-Port ein Gerät endeckt hat, das sich als eben diese Station zu erkennen gibt. Im Falle der Oregon-Stationen WMR-88, WMR-100 und WMR200 kann Meteobridge nicht unterscheiden, um welche der Stationen es sich handelt, da diese eine identische USB-Kennung haben. Wenn eine dieser Stationen angeschlossen ist, zeigt Meteobridge einen grünen Haken bei all diesen Modellen.
    • Ein rotes Kreuz zeigt an, dass die entsprechende Station mit Sicherheit nicht angeschlossen ist. Trotzdem kann es Sinn machen diese auszuwählen, falls man eine Meteobridge konfiguriert, die erst später an die entsprechende Station angeschlossen werden soll.
    • Keine Markierung bedeutet, dass ein RS232-USB Konverter am USB-Port identifiziert wurde und potentiell alle seriell oder per USB-seriell angebundenen Stationen sich dahinter verbergen könnten. Vielleicht ist aber auch nur ein Konverter und garkeine Wetterstation dahinter am USB-Port angeschlossen.

    Limitation bei USB 1.x Stationen
    Es ist zu beachten, dass die AWEKAS Bridge, Wetterstationen, die das USB 1.x Protokoll sprechen, nur mit einem zwischengeschalteten USB 2.0 Hub ansprechen können. Auf der Seite Wetterstationen kann man erkennen, welche Stationen davon betroffen sind. Einen passenden USB Hub finden Sie bei uns im Shop.

    Stationsauswahl
    Die AWEKAS Bridge unterstützt die gebräuchlichsten Wetterstation. Stationen mit einem RS232-Interface können mittels eines preiswerten RS232-USB-Konverters angeschlossen werden. Der Konverter muss auf den Chipsätzen von FTDI, Prolific 2303 oder CP210x basieren, um von Meteobridge unterstützt zu werden.

    Davis Vantage Pro and Vue
    Die Stationen Davis Vantage Pro und Davis Vue können mit einem IP-basierten Logger namens "WLIP" ausgestattet werden. Dieser wird direkt übber das LAN und nicht über den USB-Port der Meteobridge angesprochen. Damit dies gelingt, müssen die IP und der Port (getrennt durch einen Doppelpunkt) in dem WLIP-Feld der Davis Stationen angegeben werden (Beispiel: "192.168.1.222:10001"). Wenn kein Port angegeben ist, wird der Standard-Port des WLIP (22222) verwendet. Wenn ein RS232- oder USB-Datalogger verwendet wird, muss die Vantage auf eine Baudrate von 19200 Baud eingestellt sein, ansonsten können keine Daten übertragen werden. Seit Version 2.5 erlaubt die AWEKAS Bridge den parallelen Betrieb eines PC-Wetterprogramms an einer Davis Vantage. Das PC-Wetterprogramm greift dabei auf die Meteobridge wie auf einen Davis IP Datenlogger (WLIP) auf Port 22222 zu.

    Acurite Internet-Bridge
    Diese Station kann von der AWEKAS Bridge nur verwendet werden, wenn die AWEKAS Bridge im WLAN-Modus konfiguriert ist, anderenfalls stünde der LAN-Port der AWEKAS Bridge nicht zur Kopplung mit der Acurite Internet-Bridge zur Verfügung. Die AWEKAS Bridge wird direkt mit einem Ethernet-Kabel mit der Acurite Internet-Bridge verbunden. Auf dem Reiter "Netzwerk" der Meteobridge muss die Option "LAN-Bridge" aktiviert sein, damit die Acurite Internet-Bridge wie bisher mit dem Internet kommunizieren kann und ihr Traffic transparent durch die WiFi-Verbindung der Meteobridge durchgeleitet wird. So konfiguriert liest die AWEKAS Bridge den durchgeleiteten Internet-Traffic der Acurite Internet-Bridge mit und extrahiert die darin enthaltenen Sensordaten zur Verwendung in Meteobridge.

    Ambientweather/Fine Offset
    Hier handelt es sich um Stationen, die zum Teil einen UV/Solar-Sensor enthalten. Mit dem Drop-Down-Menu dieses Stationstyps kann die Anwesenheit eines UV/Solar-Sensors eingestellt werden.

    Meteostick

    Diese Empfangseinheit erfordert die Auswahl eines Funkfrequenzbandes, auf dem die Sensordaten empfangen werden soll. Bitte wählen Sie hier die zu Ihrer Region passende Einstellung. Zusätzlich ist die Eingabe der Empfangsempfindlichkeit erforderlich. Eine etwa 10db empfindlichere Einstellung als der Signalpegel der Daten von der Wetterstation ist eine gute Einstellung. Wenn man auf dem Reiter "Live-Daten" beispielsweise Daten in einer Signalstärke von -70db sieht, wären -80db ein guter Wert für die Empfindlichkeitseinstellung. Wird die Empfindlichkeit zu hoch gesetzt, wird zuviel Rauschen vom Empfänger eingesammelt, das den Empfang der regulären Datenpakete massiv stören kann. Als Bandbreiteneinstellung ist für den Empfang der Davis Sensoren "schmal" zu wählen. Sollen die von der Davis-Konsole "retransmitteten" Pakete empfangen werden, muss die Bandbreite auf "normal" geändert werden, um möglichst wenige Pakete zu verlieren. Die Größe der Regenwippe muss ebenfalls an die konkreten Gegebenheiten ihrer Station angepasst werden, übliche Größen sind 0.2mm in Europa und 0.01 Inch in den USA.

    Bevor Daten von den Davis Stationen empfangen werden können, ist es notwendig mit dem Drop-Down "Station hinzufügen" bei Auswahl der zutreffenden Transmitter-ID (die ISS wird von Davis mit der Transmitter-ID #1 vorkonfiguriert ausgeliefert) diese Station hinzuzufügen. Im nächsten Schritt wird der Sensortyp dieser hinzugefügten Station eingestellt und durch Drücken von "Speichern" wird diese Einstellung fixiert und der Datenempfangsprozess gestartet. Das Beispiel zeigt eine Konfiguration mit einer Wind-Station auf Transmitter-ID #1, eine ISS auf ID #3, eine Temperatur-Station auf ID #4 und einen Blatt-/Bodenfeuchtesensor auf ID #7.

    [Blocked Image: http://www.meteobridge.com/wiki/images/d/dd/Page1-mbpro.png]

    Meteobridge verwendet folgendes Schema, um eine konsistente Benennung der Sensoren zu erzielen:

    • Der ersten ISS (hier ID #3) werden die Sensornamen "th0", "wind0", "rain0", "uv0", "sol0" zugeordnet.
    • Wenn eine dedizierte Wind-Station existiert (hier ID #1) wird angenommen, dass der Windsensor dieser Station der primäre Windsensor sein soll und wird auf den Namen "wind0" angebildet. Der zuvor auf "wind0" zugeordnete Windsensor der ISS wird auf seine Transmitter-ID, hier "wind4" umbenannt.
    • Eine dedizierte Regenstation wird wie bei der Windstation beschrieben behandelt und auf "rain0" abgebildet.
    • Die erste Blattfeuchte- oder Bodenfeuchtestation wird auf "th10", "th11", ... , "th18" abgebildet. Weitere Bodenfeuchte- oder Blattfeuchtestationen werden auf die Namen "th20, ..." für die Transmitter-ID #1, "th30, ..." für die Transmitter-ID #2 (und so weiter) abgebildet.
    • Temperatur und Temperatur-/Feuchtestationenwerden mit "thX" respektive "tX" benannt, mit X abgeleitet aus der Transmitter-ID.
    • Zusätzliche Wind/Regen/ISS-Stationen erhalten bei der Sensorbenennung den Index, der ihrer Transmitter-ID entspricht.

    Lokale Einstellungen
    Es können eine Reihe von Einstellungen vorgenommen werden, um die Qualität der Sensordaten zu verbessern.

    Stationshöhe
    Die korrekte Angabe der Stationshöhe über N.N. ist wichtig, da dieser Wert zur Umrechnung des von der Station gemessenen Luftdruckes auf Meeresspiegelniveau erforderlich ist. Die meisten Wetternetzwerke erwarten den Luftdruck zurückgerechnet auf Meeresspiegelhöhe. Die Höhe kann in Metern oder Feet angegeben werden, ein Drop-Down-Menu erlaubt die entsprechnde Wahl der Einheiten.

    Luftdruckkorrektur
    In diesem Feld kann ein Offset angegeben werden, der dem gemessenen Luftdruck hinzugefügt wird, um eine Sensorkalibrierung zu erreichen. Der Offset kann in mbar/hPa oder inHg angegeben werden, je nach gewählter Maßeinheit rechts davon. Der Offset wird additiv zur Höhenkorrektur angewendet.

    Temperaturkorrektur
    Hier kann ein Wert in Grad Celsius angegeben werden, der auf den gemessenen Wert addiert wird.

    Regenkorrekturfaktor
    Hier kann ein Faktor eingegeben werden, mit dem die gemessenen Niederschlagsmengen multipliziert werden. Dies erlaubt die Kompensation von Messwertveränderungen durch Anwendung individueller Regentrichter oder anderer Modifikationen am Niederschlagssensor.

    Luftfeuchtestreckung
    Wenn man einen Luftfeuchtesensor hat, der nur Werte zwischen 5 und 95 Prozent relativer Luftfeuchte meldet, kann dessen Wertebereich auf das volle Intervall von 0% bis 100% gestreckt werden. Es wird dabei sichergestellt, dass die angepassten Werte nicht kleiner als Null oder größer als 100 werden.

    Akzeptiertes Signalalter
    Der AWEKAS Bridge wird mit diesem Feld mitgegeben, wie alt der Wert eines Sensors sein darf, um noch als aktuell betrachtet zu werden. Standard sind 10 Minuten. Es wird nicht empfohlen unter diesen Wert zu gehen, da sonst häufig Sensorwerte für die Weitergabe fehlen, wenn dieser nicht häufig genug neue Daten sendet. Speziell bei Stationen mit RF-Empfangsproblemen kann es Sinn machen diesen Wert zu erhöhen.

    Speicherintervall für historische Daten
    Die AWEKAS Bridge speichert die kumulierten historischen Daten alle 10 Minuten auf dem Meteobridge-Server im Internet, um bei eiem Absturz der Bridge oder einem Stromausfall diese Daten beim nächsten Start der AWEKAS Bridge wieder zur Verfügung stellen zu können. Die Intervallzeiten können von alle 10 Minuten bis einmal täglich eingestellt werden. Längere Intervalle können sinnvoll sein, wenn die AWEKAS Bridge remote aufgestellt ist und das Datentransfervolumen minimiert werden soll. Diese Daten werden beim Softwarehersteller Smartbedded und nicht bei AWEKAS gespeichert.

    Offset der Innentemperatur
    Hier kann ein Offset eingestellt werden, der der Innentemperatur hinzugefügt wird. Bei Verwendung des Meteostick befindet sich ein Innentemperatursensor im Meteostick, der sich durch die umgebende Elektronik gegenüber der Raumtemperatur erwärmt und somit zu hohe Werte anzeigt. Dies kann durch einen Offset von ca -7° Celsius beim Meteostick kompensiert werden. Wie hoch dieser Wert in Ihrer konkreten Systemumgebung gewählt werden muss, kann man nach ein paar Stunden Betrieb durch einfachen Vergleich der Raumtemperatur und der von Meteobridge angezeigten Innentemperatur ermitteln. Der Offset für die Korrektur der Innentemperatur passt auch den Luftfeutchtewert entsprechend mit an.

    Änderungen bestätigen
    Nach Drücken von "Speichern" werden die gewählten Einstellungen dauerhaft gespeichert und die Datenerfassung wird mit diesen Werten neu gestartet.

    Wettermessnetze:

    In diesem Punkt wird das Übermitteln der Daten an Wettermessnetzte, respektive AWEKAS eingestellt.

    Hochladeintervall
    Hier wird eingestellt, wie häufig Daten zum Wetternetzwerk übertragen werden sollen.
    Die rechte Drop-Down-Liste erlaubt die Anzahl von Übertragungsversuchen im Fall des Scheiterns anzugeben. Dies kann von "nicht wiederholen" bis "endlos wiederholen reichen".

    ID und Passwort
    Die Uploads an AWEKAS müssen durch Ihren AWEKAS Benutzernamen und Passwort, authentifiziert werden. Nach Einagbe dieser Daten und drücken auf "Speichern" versucht die AWEKAS Bridge einen Test-Upload zum AWEKAS herzustellen ohne Nutzdaten mitzusenden. Wenn dieser Test-Upload funktioniert, wird eine grüner Bestätigungshaken neben Benutzer-ID und Passwort angezeigt. Falls der Upload scheitert erscheint ein rotes Kreuz und es wird eine Warnmeldung mit einem Hinweis auf die vermeintliche Ferhlerursache angezeigt.


    Weitere Informationen können sie auf der Seite des Softwareherstellers Smartbedded finden.