Posts by HSH-Frosch

    Die 2,7 hPa an der Awekas-Station 23488 wurden vom BaroCheck ermittelt und ca 3 bis 5 Tage nach der Ersteinrichtung angebracht. Tatsächlich wäre ohne diesen Betrag der Luftdruck um rund 3 hPa zu niedrig, was im sperrwürdigen Bereich wäre. Seit Herbst 2021 stellen wir die Druckkorrektur selbst ein anstatt zu sperren, um nicht (neue) User zu vergraulen.
    Es ist aber richtig, was Udo gesagt hat - am besten setzt du diese 2.7 hPa bereits in deiner Hardware oder Aufzeichnungssoftware fest, dann kann hier bei Awekas der Wert auf Null und du kann dann sicher sein, auch an andere Netzwerke wie z.B. WeatherUnderground immer den richtigen Wert zu übermitteln (dort findet wie bei den meisten Privatstations-Diensten keine zentrale Werteprüfung statt)


    Beste Grüße,

    Jörg

    - Datenkontrolle/Administrator -

    Bonjour astrometeo974,


    votre station a été bloquée car les températures de l'après-midi reposaient presque toujours de 4 à 5 degrés trop élevées. Avez-vous maintenant retiré le capteur du soleil direct? Si c'est le cas, nous déverrouillons à nouveau votre capteur.


    PS: Nous préférons la communication directe par e-mail, les plaintes du forum ne sont pas toujours lues par tous les employés.


    Bien à vous,
    Jörg
    - un administrateur d'AWEKAS -

    Hallo Piotr!

    Wenn es Probleme bei der Zahlungsabwicklung für das Stationsweb gegeben hat, sende bitte eine E-Mail mit passenden Attachments (Quittungen / Überweisungsbelege / etc.) und deiner Stations-ID 23072 an Familie Gattringer : mail@awekas.at
    ( You can write them in English, if that is more convenient for you )


    Beste Grüße,

    Jörg

    - Administrator -

    Hallo Piotr,

    das Stationsweb ist meines Wissens nur im ersten Monat bzw in den 100 Tagen kostenlos. Wer das Stationsweb dauerhaft behalten möchte, kann es im Awekas-Shop abonnieren --> siehe hier

    Beste Grüße,

    Jörg

    - Administrator -

    Thai-fun Natürlich ist es nicht vorhanden, weil du "ohne Interface" eingestellt hast (schwarzer Haken links neben dem untersten Menüeintrag). Wenn WsWin deine Wetterdaten an Awekas senden soll, musst du entweder eine Wetterstation oder Datei-Überwachung aktivieren !

    Deine Frage mit der Meteobridge kann ich aus eigener Erfahrung leider nicht beantworten, aber bevor du anfängst zu experimentieren und Ordner zu löschen, solltest du unbedingt eine Sicherung (Backup) anlegen, bevor irgendwelche wichtigen Daten unwiderruflich verlorengehen.


    Der Betrieb mehrerer Aufzeichnungsprogramme (Weatherlink, Meteobridge, WsWin) ist auch nicht ganz unproblematisch, Was aber auch völlig klar ist und die Fehlermeldung ganz oben erklärt: WsWin kann nicht ohne weiteres Exportdateien aus der anderen Software lesen. WsWin legt alle selbst gemessenen Daten in Monats- und Jahresdateien namens WS*.DAT oder WD*.DAT ab (genannt PC_WS-Dateien, die Binärformat aufweisen). Das CSV-Format ist lediglich für den nachträglichen Datenaustausch (Import/Export) von oder zu WsWin gedacht - und eben, um Messdaten selbst in einem lesbaren Format anzuschauen oder ggf für die Awekas-Importroutine aufzubereiten und hier bei uns hochzuladen, was wir besonders zur Lückenfüllung auch immer empfehlen

    Möglicherweise sind beim Win11-Update Energiespareinstellungen für die USB-Anschlüsse/Interfaces geändert oder auf den Win11-Standard zurückgesetzt worden.
    Bei mir und etlichen anderen WsWin-Benutzern ist es so, dass wir von Zeit zu Zeit (besonders nach Betriebssystemupdates) in der Aufzeichnungssoftware jedes mal "correct Interface --> reboot" anklicken und den Rechner nochmals neustarten müssen, damit das Auslesen und Senden aktueller Wetterdaten wieder klappt. Das Weitersenden veralteter, früher ausgelesener Daten wegen der Offlineschaltung der Ports ist auch die Ursache der vielen Flatlines, die wir als Admins tagtäglich per Mail darauf hinweisen und zum Neustart auffordern müssen ..

    Wer von euch hat eine Davis VP (1 oder 2) und konnte nach seiner Anmeldung auch keine Daten mit Weatherlink-Live senden, weil Key + Secret vom Awekasserver nicht akzeptiert wurde?
    Bleibt da nur die Alternative HTX oder hat jemand Erfahrung mit erfolgreichem Parallelbetrieb von Weatherlink und WSWIN (Daten senden über DirectLink)?

    Wir haben derzeit eine Reihe Neuanmelder mit solchen Problemen, nur über Umwege ließ sich überhaupt ein Awekasaccount anlegen


    Danke für alle hilfreichen Tipps + Antworten,
    Jörg

    Ich finde es super, dass hier bei Awekas so stregiede auf Datenkorrektheit geachtet wird.


    Wirklich strigide kann man es kaum nennen, Frank : Ich habe heute mal nur all denen Stationen eine befristete Sperre erteilt, die ein Tmax von rund 30°C oder mehr in Deutschland / Österreich / Niederlande gemeldet haben. Awekas-Stationen, die "nur" bis zu 2,5 Grad zu hoch messen, werden erst gar nicht angeschaut. Im offiziellen Netz (DWD) hatte die wärmste Station am heutigen Montag gerade mal 28,7°C bzw in Böhmen auch noch geringfügig mehr mit bis zu 29,3°C (Doksany) --> siehe Karte/Tabelle

    Ein gutes Dutzend Awekas-Stationen reagiert seit mehr als 4 Wochen auf keine Warnungen und auch nicht auf befristete Sperren oder tut nichts weiter als die Sperren selbst wieder zu löschen, misst aber überhöht weiter. Da die Situation mit höhersteigendem Sonnenstand immer gravierender wird, haben wir nun angefangen, bei diesen Stationen nach mehreren fruchtlosen Temporärsperren die Temperatur dauerhaft zu deaktivieren. Das ist zwar einerseits auch schade, da z.B. die qualitativ sicherlich besseren Nacht- und Tiefstwerte verlorengehen, aber ohne Mitwirkung der Stationsbetreiber geht es halt nicht anders.

    Im Zeitalter von Open Data, in das wir glücklicherweise seit ein paar Jahren getreten sind, gibt es soooo viele Möglichkeiten, eigene Messungen mit anderen / offiziellen zu vergleichen, aber die Mehrheit der "alten" User tut es aus Bequemlichkeit nicht (oder nach dem Motto: "meine teure ventilierte Davis kann nicht falsch messen", siehe die Diskussion weiter oben) und die "Neuen" knallen einfach die Bresser auf die dunkel-geteerte Garageneinfahrt (o.ä.) und wundern sich dann, wenn sie nach 3 ignorierten Hinweismails gesperrt sind


    Nagut Frank, bei Wunderground und den anderen Plattformen ist die Problematik ja bekannt.
    Leider sind auch bei uns die meisten Stationsbetreiber, die überhaupt auf die Temperatursperren antworten (sind eh nur rund 10%, der große Rest liest die Sperrmails entweder gar nicht oder ignoriert sie), absolut uneinsichtig und kommen mit den bekannt schwachen Argumenten "ich liege aber frei nach Süden zur Sonne, die anderen Stationen sind alle total unrepräsentativ, auf dem Dach ist es nunmal immer 4 Grad wärmer, mein Sensor ist schon eine aktiv belüftete Davis" etc etc -- nur was nützt das, wenn man die teure Station unter dichtbelaubte Bäume, mitten in hohe Hecken oder direkt neben einen schwarzen Zaun stellt?
    Qualitätsmaßstäbe und Interesse an guter Qualität haben gerade im deutschsprachigen Raum in den letzten 30 Jahren etwa im gleichen Maße nachgelassen wie die Ergebnisse dieser Länder beim Pisatest ...

    Schon richtig Frank,

    natürlich existiert eine Grenze - der kleinste einstellbare Grenzwert sind +/- 1 hPa. Eine solch Abweichung muss an deiner Bergstation Hochblauen irgendwann mal zum Umgebungsmittel (100-km-Umkreis) erreicht oder überschritten worden sein, sonst wäre sie erst gar nicht in der Auflistung unseres Barochecks enthalten gewesen. Die Historie der Änderungen wird nun leider nicht dokumentiert, denkbar ist aber z.B. vor 6 Wochen ein Analyseergebnis wie "1,3 hPa zu hoch", was erstmal die Korrekturkonstante von 0 auf -1.3 gesetzt hat ... und dann beim nächsten Durchlauf einige Wochen später "1,5 hPa zu niedrig", was dann die -1.3 in eine +0.2 verwandelt hat. Eine direkte Korrektur von 0.0 auf +0.2 wird es also nicht gewesen sein


    Wenn man sich mal die Verteilung der Stationen auf unseren Weltkarten anschaut, sieht man in Mitteleuropa (D, A, CH, Dänemark, Benelux, teils auch Frankreich und Norditalien) die größte Stationsdichte, was hier die 1 hPa Grenzwert (zumindest unterhalb von ca 900m Stationshöhe) auch sinnvoll erscheinen lässt. In dünn besiedelten Ländern und Kontinenten bleibt meist nur der Vergleich zu offiziellen Stationen und in manchen Fällen ist selbst das nicht möglich)


    Beste Grüße,

    Jörg


    PS: Beim Durchlauf mit 2 oder 3 hPa gibt es leider immer eine Fehlermeldung vom Server ....

    Hallo Frank,

    sorry - deine jüngste Station Hochblauen (22187) war noch in die neuen und "besonders zu überwachenden" Stationen eingetragen.
    Ist nun in die Sperrliste mit aufgenommen.
    Generell gilt aber das bereits zu Jahresanfang Gesagte: Im Korrekturfeld auftretende (v.a. geringfügige) Konstanten oder Änderungen rühren meist von einem Durchlauf mit unserem halbautomatischen Barocheck-Tool her und sollten von den Stationsbesitzern (also euch) bitte nicht als Schikane aufgefasst werden. Wie schon mehrmals erläutert, ist es personell und zeitlich nicht möglich, bei über 23.000 angemeldeten Stationen für jede im Detail eine individuelle Ausarbeitung anzufertigen - das Überwiegen der Vorteile des beschriebenen Verfahren unzweifelhaft belegt und weil es rationell ist es so zu machen, wird es halt so gemacht. Weitere Optimierungen sind geplant.
    Bei berechtigten Einwänden (wie deinem) sind wir zu Ausnahmen bereit bzw ihr könnt und dürft eure Luftdruckkorrektur natürlich auch selbst ändern - bitte möglichst nach Ausschöpfung mehrerer bzw aller Recherche- und Vergleichsmöglichkeiten (= Quali-Tool hier bei Awekas mit 50 und 100 km Radius, offizielle/staatliche Messnetze, evtl vorhandene zuverlässige Zweit-/Vergleichsbarometer - Beispiel).


    Beste Grüße,

    Jörg

    - Administrator -



    Und was, wenn es gar keine Eisheilige gibt und nie gegeben hat? Da bricht wohl für alle Zyklusgläubigen eine Welt zusammen.
    Als ob es irgendeinen Monat oder eine Zeit ohne Kälteeinbrüche gäbe! Als ob es in unseren Breiten jemals einen garantiert frost- und bodenfrostfreien Monat gäbe oder gegeben hat!
    Ja, du hast richtig gelesen: Selbst im Juli und August sind in sogenannten ungünstigen Lagen (Muldenlagen von Mittelgebirgslandschaften , engen Flusstälern , Lüneburger Heide / Uckermark etc) schon manche Nächte frostig verlaufen, zumindest 5 cm über dem Erdboden.
    Singularitäten sind das völlig normale, vergängliche (!) Rauschen von Witterungsanomalien im alljährlichen Klimaablauf.... nicht immer ist der Juli der wärmste und der Januar der kälteste Monat des Jahres, selbst in verschiedenen 30-jährigen Mitteln gibt es noch bemerkenswerte Unterschiede. Mal gibt es mehr und mal weniger Kälteeinbrüche in einer 2.Maidekade - lustig nur, wie selektiv Warmlufteinbrüche aus unseren Erinnerungen ausgeblendet werden, weil wir seit Kindesbeinen noch nie an was anderes geglaubt haben als an das Ammenmärchen der "Eisheiligen".
    Wir Menschen sind mit unseren irrtumsbehafteten Sinnesorganen eben beschränkt (Stichwort optische Täuschungen) und sehen immer nur das, was wir irgendwann irgendwo schonmal gesehen haben

    Wie wahrscheinlich ist es bei über 20 Einträgen (!) aus der Wikipedialiste in jedem (!) Jahrhundert, dass irgendwas davon mehrmals wiederholt auf die Endjahresziffern 17 bis 20 fällt?

    Antwort der Statistik / Stochastik: > 99 Prozent. Oder mit anderen Worten: völlig normal, rein statistisch exakt genauso zu erwarten und somit nicht im geringsten erwähnenswert.

    Viel erstaunlicher finde ich das hier:

    Befinden sich in einem Raum mindestens 23 Personen, dann ist die Chance, dass 2 oder mehr Personen am gleichen Tag Geburtstag haben, größer als 50 Prozent
    --> Zum Weiterlesen




    Coronavirus, Pest, Cholera: Reiner Zufall? Gibt es alle 100 Jahre eine Pandemie? (infranken.de)

    ..."Dass einige Pandemien zudem im Abstand von circa 100 Jahren auftreten, stimme nur auf den ersten Blick, erklärte Leven. Die erste Cholera-Pandemie datiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1817 und nicht auf 1820. Die Spanische Grippe verbreitete sich schon ab 1918 und der Ausbruch des neuartigen Coronavirus begann bereits 2019 in China....."

    Liste von Epidemien und Pandemien – Wikipedia


    1718–1874Picardsches Schweißfieber (Erreger nicht identifiziert)Frankreich, Deutschland u. a.Es wurden 194 Epidemien gezählt.
    1720Große Pest von MarseillePest: Beulenpest
    (Yersinia pestis)
    Marseillezwischen 30.000 und 35.000 oder bis zu ca. 50.000

    also 1718+20, 1817, 1918, 2019, das sind doch fast 100 Jahre!

    Ja, es gab noch zusätzliche Pandemien, oder waren es nur Epidemien?!

    Erst vor 2 Wochen hatte ich zur Kontrolle der Messbedingungen aufgerufen und dennoch ist heute die Lage sogar noch schlimmer als zuvor!
    Da AWEKAS-Stationen mit > 3 Grad zu hohen Temperaturen (in der Spitze bis über 8 Grad) absolut inakzeptabel sind, stelle ich mal die Liste von heute rein. Wie von Usern in früheren Diskussionen vorgeschlagen, wurden Vergleiche mit den offiziellen Messnetzen vorgenommen (DWD, Bundeswehr, Meteoschweiz, ZAMG, z.T. KMW-Stationen). Neben Deutschland sind auch einige auffällig hohe Werte aus den Nachbarländern mit aufgeführt.
    Hinweis 1: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
    Hinweis 2: Unter Normalbedingungen (keine Inversion) beträgt die Temperaturabnahme ca 0,1 Grad pro 10 Meter höherer Lage bzw 1 Grad pro 100 Meter. Die entsprechenden Auf- oder Abschläge sind an die genannten Differenzen nicht angebracht


    Liste: AWEKAS-Stationen mit einem Tmax, das gegenüber der gewählten Vergleichsstation um mehr als 2,5 Grad zu hoch erscheint


    Wenn eure Station hier aufgeführt ist, prüft bitte eingehend, ob euer jetziger Standort wirklich das Optimum ist oder ob nicht ein besserer Standort mit hellerem / grün(er)em Untergrund und besserer natürlicher Durchlüftung zu finden ist.
    Legt euch zum eigenen Experimentieren ggf Einfachthermometer zu und platziert die Fühler zu Vergleichszwecken an die Nordseiten eurer Gebäude, um einen realistische(re)n Höchstwert zu bekommen.
    Für Stationsbetreiber mit modular aufgebauten Stationen und kleineren Funksensoren, aber ohne eigenen Garten ist eine Nordwand (oder eine Kombination mehrerer Sensoren an NW- und NE-Wänden) ebenfalls gut geeignet.
    Besonders für Betreiber von Kombistationen (6-in-1, 7-in-1 u.ä.) gilt weiterhin der Aufruf: Nehmt eure Wetterstationen bitte aus der Sonne heraus! Geht mit der Messeinheit von Hindernissen wie Mauern, Hecken, Sträuchern, Bäumen u.ä. so weit wie möglich weg! Dass Standorte wie Terrassen, Balkons, Steingärten oder andere Flächen mit nicht-natürlichem Untergrund ungeeignet sind, sollte sich von selbst verstehen.
    Zwischen anzustrebender Temperaturmesshöhe (2 m über Rasen) und Windmesserhöhe (10 m über freiem Grund) sollte mit einer Kombistation möglichst ein Kompromiss angestrebt werden, z.B. ein helles oder begrüntes Dach zwischen 5 und 8 m. Sollte jemand noch einen Ventilator darunter zur permanenten Belüftung des Sensors bauen wollen oder dieser bereits vorhanden sein, umso besser.
    Vergleicht abschließend immer mit dem Qualitätsprüf-Tool von AWEKAS und/oder offiziellen Stationen, ob ihr bei Sonnenschein auch wirklich plausible(re) Temperaturen messt!

    In Sachen Temperaturmessung ist das hier der letzte Aufruf für dieses Jahr. Sollte die Datenqualität so schlecht bleiben wie derzeit, ist eine ziemlich große Anzahl von Sperren über die Sommermonate über kurz oder lang unvermeidlich ...

    Beste Grüße,

    Jörg

    - AWEKAS-Administrator -

    Was mich gerade mal noch interessieren würde, für die halbautomatische Luftdruckkontrolle, welchen Radius wird da für die Mittelwertvergleichskurve der Nachbarstationen verwendet?

    D.h. wenn man selbst den LD anhand der Vergleichskurve der Nachbarstationen kalibriert, welcher Radius für die Vergleichskurve ist da sinnvoll?

    Hallo Frank,

    der erste automatische Durchlauf erfolgt der Vollständigkeit halber immer mit dem höchstmöglichen einstellbaren Radius von 100 km, die sich daran anschließende Kurvenbetrachtung (sprich der berühmte grüne & blaue Luftdruckverlauf der userseitig leider viel zu selten genutzten Qualitätskontrolle) dann mit 50 km.


    Bei ausreichend großer Stationsdichte wie z.B. am Oberrhein, im Ruhrgebiet oder auch in sehr großen Städten wie Berlin genügen natürlich auch schon Einstellungen von 10 oder 20 km. Die 50 bzw 100 km sind eigentlich nur für datenarme Regionen notwendig, um dort ausreichend ( >= 3, besser >= 6 ) Vergleichsstationen für den daraus berechneten Referenzwert zu haben.

    Evaluierungen haben gezeigt, dass sich der Referenzwert in datenstarken Regionen durch die Einstellung eines anderen Radius' nur um minimale Beträge von weniger als (+/-) 0,5 hPa ändert.


    Nach dem Gesetz der großen Zahlen ist zu vermuten, dass eine berechnete Referenz als Erwartungswert umso besser ist, je mehr Vergleichsstationen in den Referenzwert einfließen, sodass wir z.B. Neuanmelder in der Regel nach dem 100-km-Wert korrigieren, um auf übermäßig viele Luftdrucksperren zu verzichten. Das ist dann bis auf einen ebenfalls minimalen Betrag von meist weniger als 0,5 hPa quasi identisch mit dem manuellen Abgleich gegenüber offiziellen Stationen aus den Netzen der nationalen Wetterdienste.


    In der Regel wohnt ein Stationsbesitzer irgendwo zwischen mehreren DWD- oder ZAMG-Stationen. Bei Nutzung dieser Alternativmethode sollte man jedenfalls auch besser ein Mittel als einen simplen Einzelwert als Referenz heranziehen, da auch offizielle Einzelstationen mehr oder weniger große Drift-, Kalibrations- bzw Gerätefehler aufweisen können.


    Beste Grüße,

    Jörg alias HSH-Frosch

    - Administrator -

    Im April 2022 zeichnete sich eine "High-over-Low"-Wetterlage mit recht hohem Luftdruck im Norden ab, während über dem südlichen und südöstlichen Europa Tiefausläufer wetterbestimmend waren. Anhaltende Niederschläge führten in den Gebirgsregionen West- und Süddeutschlands in der ersten Monatshälfte zu einer so starken Abkühlung, dass vielerorts erst jetzt die stärksten Schneefälle des gesamten Winterhalbjahres beobachtet wurden. Zeitgleich zehrten Nord- und Ostsee weiterhin von der übernormalen Wassertemperatur und konnten sich bei dort weit übernormalen Sonnenscheinsummen sogar noch weiter erwärmen.
    Hier die Bilanzen für die Bundesländer und das offizielle Stationsnetz (DWD) im Einzelnen:


    Temperaturabweichungen im April 2022 gegenüber dem vieljährigen Mittel 1961-1990 [K = "Grad"]:


    -0.2 K Sachsen

    +0.1 K Bayern

    +0.2 K Thüringen

    +0.3 K Brandenburg inkl. Berlin

    +0.4 K Sachsen-Anhalt

    +0.4 K Hessen

    +0.5 K Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg

    +0.7 K Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen inkl. Bremen & Hamburg

    +0.8 K Rheinland-Pfalz und Saarland

    +0.9 K Schleswig-Holstein


    Spanne der Temperaturabweichungen an den hauptamtlichen DWD-Stationen im April 2022:


    -0.5 K Großer Arber/Bayerischer Wald

    . . .

    +1.9 K Helgoland



    Die wärmsten DWD-Stationen (Tmax):


    26.0°C am 13.April - Wolfach am Schwarzwald (Baden-Württemberg)

    25.2°C am 12.April - Rheinstetten bei Karlsruhe (Baden-Württemberg)

    25.0°C am 13.April - Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg)

    24.9°C am 13.April - Rheinau-Memprechtshofen (Baden-Württemberg)

    24.9°C am 13.April - Frankfurt a.M.-Westend (Hessen)

    24.8°C am 13.April - Wutöschingen-Ofteringen (Baden-Württemberg)

    24.7°C am 13.April - Konstanz-Wollmatingen (Baden-Württemberg)

    24.7°C am 13.April - Notzingen, Kr. Esslingen (Baden-Württemberg)

    24.7°C am 13.April - Michelstadt (Hessen)



    Die kältesten DWD-Stationen (Tmin):


    -18.4°C am 3.April - Zugspitze (Bayern)

    -14.6°C am 4.April - Meßstetten-Appental (Baden-Württemberg)

    -10.6°C am 4.April - Merklingen (Baden-Württemberg)

    -10.6°C am 4.April - Großer Arber/Bayerischer Wald (Bayern)

    -10.5°C am 3.April - Schierke (Sachsen-Anhalt)

    -10.4°C am 3.April - Stiege/Oberharz (Sachsen-Anhalt)

    -10.1°C am 3.April - Brocken/Harz (Sachsen-Anhalt)

    -10.0°C am 3.April - Eslohe/Sauerland (Nordrhein-Westfalen)

    -9.9°C am 3.April - Fichtelberg/Erzgebirge (Sachsen)



    Die windigsten DWD-Stationen (stärkste Böenspitze):


    152.3 km/h am 8.April - Feldberg/Schwarzwald (Baden-Württemberg)

    150.8 km/h am 7.April - Brocken/Harz (Sachsen-Anhalt)

    134.6 km/h am 7.April - Zugspitze (Bayern)

    129.2 km/h am 7.April - Großer Arber/Bayerischer Wald (Bayern)

    123.5 km/h am 9.April - Hohenpeißenberg (Bayern)

    121.3 km/h am 7.April - Hornisgrinde/Schwarzwald Baden-Württemberg)

    121.3 km/h am 7.April - Weinbiet/Pfälzer Wald (Rheinland-Pfalz)

    117.4 km/h am 7.April - Wasserkuppe/Rhön (Hessen)

    113.0 km/h am 8.April - Stötten/Schwäbische Alb (Baden-Württemberg)

    109.8 km/h am 7.April - Greven-Hüttrup = Flughafen Münster/Osnabrück (Nordrhein-Westfalen)



    Die stärksten Niederschläge (24-stündig):


    59.9 mm am 8.April - Baden-Baden-Geroldsau (Baden-Württemberg)

    59.0 mm am 8.April - Graben-Neudorf (Baden-Württemberg)

    57.5 mm am 8.April - Marxzell-Schielberg (Baden-Württemberg)

    57.4 mm am 7.April - Dachsberg-Wolpadingen (Baden-Württemberg)

    56.6 mm am 8.April - Straubenhardt-Schwann (Baden-Württemberg)

    56.2 mm am 8.April - Karlsruhe-Wolfartsweier (Baden-Württemberg)

    54.9 mm am 8.April - Baiersbronn-Ruhestein (Baden-Württemberg)

    54.8 mm am 8.April - Freudenstadt-Kienberg (Baden-Württemberg)

    54.8 mm am 8.April - Bernau/Schwarzwald-Goldbach (Baden-Württemberg)

    54.2 mm am 8.April - Weinbiet/Pfälzer Wald (Rheinland-Pfalz)



    Gesamtniederschlagsmengen der Bundesländer in Prozent des April-Mittelwerts 1961-1990:


    124.9 % Baden-Württemberg

    119.1 % Saarland

    115.2 % Schleswig-Holstein

    113.6 % Hessen

    109.8 % Bayern

    104.6 % Rheinland-Pfalz

    102.5 % Nordrhein-Westfalen

    93.5 % Niedersachsen inkl. Bremen & Hamburg

    79.9 % Thüringen

    77.0 % Brandenburg inkl. Berlin

    71.2 % Mecklenburg-Vorpommern

    67.8 % Sachsen

    65.8 % Sachsen-Anhalt



    Im Einzelnen waren folgende Stationen diejenigen mit den höchsten Niederschlagssummen im April:


    174.8 mm Ruhpolding-Seehaus (Bayern) = 99 % v.lj.M.

    172.3 mm Todtmoos/Schwarzwald (Baden-Württemberg) = 117 % v.lj.M.

    168.6 mm Bernau/Schwarzwald-Goldbach (Baden-Württemberg) = 121 % v.lj.M.

    168.2 mm Anger-Stoißberg/Berchtesgadener Land (Bayern) = 110 % v.lj.M.

    161.0 mm Baiersbronn-Ruhestein (Baden-Württemberg) = 108 % v.lj.M.

    159.6 mm St.Blasien-Menzenschwand (Baden-Württemberg) = 127 % v.lj.M.



    Die folgende DWD-Stationen hatten die geringsten Niederschlagssummen im April:


    10.6 mm Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) = 26 % v.lj.M.

    11.7 mm Pegau (Sachsen) = 22 % v.lj.M.

    12.0 mm Sömmerda (Thüringen) = 30 % v.lj.M.

    13.1 mm Halle/Saale-Döllnitz (Sachsen-Anhalt) = 33 % v.lj.M.

    14.2 mm Lützen-Poserna (Sachsen-Anhalt) = 30 % v.lj.M.

    14.3 mm Schkeuditz = Flughafen Leipzig/Halle (Sachsen) = 33 % v.lj.M.



    An 2 hauptamtlichen DWD-Stationen hat der vollautomatische Regenmesser versagt (fehlerhaft zu niedrige Regensummen), und zwar:

    - Monatssumme 8,6 mm Wiesenburg/Fläming (Brandenburg) --> tatsächlich waren es rund 30 mm!

    - Monatssumme 11,6 mm Boltenhagen/Ostsee (Mecklenburg-Vorpommern) --> tatsächlich waren es rund 35 mm!



    Gesamtsonnenscheindauer der Bundesländer in Prozent des April-Mittelwerts 1961-1990:


    141.2 % Schleswig-Holstein

    131.0 % Mecklenburg-Vorpommern

    127.8 % Baden-Württemberg

    127.2 % Saarland

    127.1 % Niedersachsen inkl. Bremen & Hamburg

    126.5 % Nordrhein-Westfalen

    124.1 % Rheinland-Pfalz

    118.6 % Bayern

    118.2 % Sachsen-Anhalt und Brandenburg inkl. Berlin

    116.1 % Sachsen

    114.4 % Hessen

    113.1 % Thüringen



    Im Einzelnen gab es folgende höchste Sonnenscheinsummen im April:


    283.9 Stunden - Arkona/Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) = 156 % v.lj.M.

    263.5 Stunden - Leuchtturm Kiel (Schleswig-Holstein) = 154 % v.lj.M.

    255.9 Stunden - Insel Greifswalder Oie (Mecklenburg-Vorpommern)

    255.3 Stunden - Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) = 147 % v.lj.M.

    253.9 Stunden - Putbus/Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) = 146 % v.lj.M.

    252.7 Stunden - Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen)

    250.8 Stunden - Boltenhagen/Ostsee (Mecklenburg-Vorpommern) = 144 % v.lj.M.

    250.3 Stunden - Barth (Mecklenburg-Vorpommern) = 145 % v.lj.M.



    Die geringsten Sonnenscheinsummen im April:


    136.0 Stunden - Großer Arber/Bayerischer Wald (Bayern) = 90 % v.lj.M.

    139.0 Stunden - Schmücke/Thüringer Wald (Thüringen) = 103 % v.lj.M.

    144.7 Stunden - Kahler Asten/Sauerland (Nordrhein-Westfalen) = 106 % v.lj.M.

    147.2 Stunden - Fichtelberg/Erzgebirge (Sachsen) = 106 % v.lj.M.

    147.5 Stunden - Zwiesel/Bayerischer Wald (Bayern) = 100 % v.lj.M.

    149.0 Stunden - Grainet-Rehberg (Bayern) = 97 % v.lj.M.

    149.5 Stunden - Zinnwald-Georgenfeld/Erzgebirge (Sachsen) = 111 % v.lj.M.

    150.2 Stunden - Eibenstock-Carlsfeld/Erzgebirge (Sachsen) = 110 % v.lj.M.




    In der Gesamtbilanz lässt sich festhalten, dass der April dank seiner sonnigen zweiten Hälfte letzten Endes doch noch quasi überall sein Sonnenscheinsoll erreichte und dieses mit jedem Kilometer in Richtung Norden auch immer mehr übertraf. Bei den Temperaturabweichungen gab es ein Gefälle zwischen einer deutlich zu warmen Nordsee und einem leicht unternormal temperierten Südosten (sprich Ostbayern & Sachsen).
    Wie schon im rekordtrockenen März dominierte im größten Teil Nord- und Ostdeutschlands weiterhin Trockenheit, während besonders der Südwesten und Süden einen zu nassen April erlebte, was den Monat in der Erinnerung wohl schlechter abschneiden lässt als er tatsächlich war. Dieses Zerrbild verstärkt sich noch, wenn man als Maßstab die extrem warme Referenzperiode 1991-2020 heranzieht, in welcher der April fast 2 Grad zu hohe Temperaturen, extreme Sonnenscheinüberschüsse und abnorme Trockenheit brachte (er gilt nunmehr als trockenster Monat des Jahres!).
    Bemerkenswert waren die Starkniederschläge und das Sturmtief ORTRUD mit teils orkanartigen Böen zum Beginn des zweiten Aprilwochenendes in West- und Süddeutschland. In der Nordhälfte machte sich dieses weniger dramatisch durch klassisches Aprilwetter mit sonnigen Abschnitten, helleren und dunkleren Wolken mit Regen- und Graupelschauern bemerkbar. Keine 3 Tage darauf folgte dann bereits der erste Sommertag am Oberrhein