Posts by Helmut.58

    Hier noch der meteorologische Herbst 2025 von Schwörstadt:

    Mit den leicht zu kühlen Monaten September, Oktober und November lag der meteorologische Herbst 2025 in Schwörstadt 0,5 °C unter dem Mittelwert der Referenzperiode 1991-2020. Die 3 zu niederschlagseichen Herbstmonate sorgten für einen Niederschlagsüberschuss von 91l/m² und nach den sonnenscheinarmen Monaten September und Oktober sorgte der 37,5 Stunden zu sonnige November noch für einen Sonnenscheinüberschuss von 14,5 Stunden.

    Der September zeigte sich mit hochsommerlicher Wärme und herbstlicher Kälte:
    Der September brachte große meteorologische Gegensätze: stiegen die Temperaturen kurz vor dem kalendarischen Herbstbeginn in den hochsommerlichen Bereich, stürzten die Tagestemperaturen pünktlich zum Start in den Herbst um 15°C ab. Der 0,3°C zu kühle und 40,5 Std. zu sonnenscheinarme erste Herbstmonat war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.

    Drei total unterschiedliche Dekaden bestimmten den Wetterfahrplan im Oktober:
    Den Schwörstädter Oktober-Wetterfahrplan bestimmte eine wechselhafte erste Dekade, eine hochdruckbestimmte sonnenscheinreiche zweite Dekade und eine tiefdruckbestimmte niederschlagsreiche letzte Dekade. Wer sich über einen höheren Verbrauch der Heizungsenergie gegenüber dem Oktober letztes Jahr wunderte: der diesjährige Oktober war rund 1,9°C kühler. Mit einem Temperaturdefizit von 0,5°C war der Oktober 28,6 l/m² zu nass und 7 Std. zu sonnenscheinarm.

    Der verlängerte Goldene Oktober und der Martinisommer brachten viel Sonnenschein:
    Der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,7°C zu kühle letzte meteorologische Herbstmonat brachte einen Niederschlagsüberschuss von 20 l/m². Durch den Goldene Oktober der sich bis in die erste Novemberdekade hineinzog und den Martinisommer zeigte sich die Sonne 37,5 Std. über der Norm.

    Der Novemberrückblick von Schwörstadt:

    Der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,7°C zu kühle letzte meteorologische Herbstmonat brachte einen Niederschlagsüberschuss von 20 l/m². Durch den Goldenen Oktober der sich bis in die erste Novemberdekade hineinzog und den Martinisommer zeigte sich die Sonne 37,5 Std. über der Norm.

    Der November startete unter dem Einfluss von Tief „Marek“ grau und regenreich. So fiel in den ersten beiden Novembertagen mit 35,6 l/m² schon 36% des normalen Novemberniederschlages. Am 3. stellte sich die Wetterlage unter dem Zepter von Hoch „Vianelde“ grundlegend um. Und „Vianelde“ zeigte sich als Bollwerk gegen die atlantischen Tiefs. Durch dieses ruhige Herbstwetter bekamen wir einen verfrühten Martinisommer. Die Nebel- und Hochnebelfelder lösten sich tagsüber meist auf, so dass wir im Flachland auch die Sonne oft genießen konnten. Durch den nebelauflösenden „Möhlin-Jet“ waren wir in der Region Schwörstadt/Rheinfelden, wie so oft im Herbst und Winter gegenüber Bad Säckingen den Hochrhein entlang bis zum Bodensee klar im Vorteil. Nach 1,8 l/m² Nieselregen am 9., sorgte Hoch „Wencke“ ab dem 10. November mit einer Kombination aus Frühnebel und Sonnenschein für ruhiges und wärmeres Martinisommerwetter. Am 13. wurde bereits normale November-Sonnenscheinzeit übertroffen und mit 16,7°C verzeichneten wir die höchste Temperatur des Monats. So zeigte sich die erste Novemberhalbzeit 2°C zu warm, mit 45 l/m² fiel 45% des normalen Novemberniederschlages und die Sonne schien an 69 Std. schon 104% des Novembersolls. Zum Start in die zweite Novemberhälfte wurde unter der Regie von Tief „Pepe“ die subtropische Warmluft durch zunehmend kühle Luftmassen aus polaren Breiten ersetzt. Trotz einem durch Hochnebel bedeckten Nachthimmel bekamen wir am 18. mit –1,9°C den ersten Frosttag in diesem Herbst. Auch die folgenden Tage setzte sich die winterlich temperierte Wetterphase fort. So hatten wir unter der Regie von Frühwinterhoch „Zulleika“ mit minus 6,3°C am 22. und minus 6,8°C am 23. die kältesten Temperaturen des Monats und am 22. verpassten wir trotz Sonnenschein mit einer Tages-Höchsttemperatur von 0,2°C nur knapp den ersten Eistag (Dauerfrost). Am Abend des 23. streckte Tief „Ulv“ seine Fühler zu uns aus und führte schubweise mildere und feuchte Meeresluft heran, was stellenweise für gefrierenden Regen sorgte. Die letzten Novembertage zeigten sich dann wechselhaft und für die Jahreszeit etwas zu mild.

    A: Station Schulstrasse
    B: Station Ossenberg

    Den Schwörstädter Oktober-Wetterfahrplan bestimmte eine wechselhafte erste Dekade, eine hochdruckbestimmte sonnenscheinreiche zweite Dekade und eine tiefdruckbestimmte niederschlagsreiche letzte Dekade. Wer sich über einen höheren Verbrauch der Heizungsenergie gegenüber dem Oktober letztes Jahr wunderte: der diesjährige Oktober war rund 1,9°C kühler. Mit einem Temperaturdefizit von 0,5°C war der Oktober 28,6 l/m² zu nass und 7 Std. zu sonnenscheinarm.

    Der mittlere Herbstmonat startete unter dem Einfluss der Hochdruckgebiete "Petralilly" und "Quinn" mit ruhigem Herbstwetter. Nach reichlich Sonnenschein sank die Temperatur in der sternenklaren Nacht zum 2. Oktober auf frische 2°C ab. Am 4. stieg die Temperatur nochmals auf 20,4°C an, bevor Tief „Detlef“ die folgenden 3 Tage für kühleres Schauerwetter sorgte. Ab dem 7. Oktober übernahm das monumentale Hoch „Sieglinde“ mit ruhigem Altweibersommer- und Goldenem Oktoberwetter das Wetterzepter. Und „Sieglinde“ kam um zu bleiben, denn mit dem Schwerpunkt über den Britischen Inseln stand sie wie ein Fels in der Brandung. Aber wie so oft bei herbstlichen und winterlichen Hochdrucklagen bildete sich in der Nacht Nebel und Hochnebel, der sich jedoch bis auf den 9. mit 0,8 l/m² Nieselregen im Tagesverlauf auflöste. Somit fiel in der durchschnittlich temperierten ersten Oktoberhalbzeit mit 16,4 l/m² erst 17% des normalen Oktoberniederschlages und die Sonne schien an 71 Std. 58% des Oktobersolls. Auch die zweite Oktoberhälfte startete mit dem altbekannten Sieglinde-Hochdruckwetter. Nachdem uns das Monsterhoch „Sieglinde“ 14 Tage lang Hochdruckwetter bescherte und nach einem goldenen Oktoberwochenende mit dem ersten Bodenfrost am Samstag 18. Oktober war die "Langeweile" in der Wetterküche am 20. vorüber. So zogen an den Folgetagen aus Westen Regengebiete über uns hinweg. Dazu wurde es milder und windiger, die Bodenfrostgefahr war erst einmal wieder vom Tisch - genauso wie das goldene Oktoberwetter. Sturmtief „Joshua“ brachte am 23. neben deutlich kühleren Temperaturen Böen um 80 km/h. Neben viel Wind stand auch einiges an Regen auf dem Programm. So übertraf die Niederschlagsmenge vom 20. bis zum 30. Oktober mit 108 l/m² das Niveau des normalen Oktoberniederschlages um 12,2 l/m². Mit Zwischenhoch „Urmi“ stiegen die Temperaturen am letzten Oktobertag bei 6 Stunden Sonnenschein auf 15,1°C an.

    A: Station Schulstrasse
    B: Station Ossenberg

    Der September 2025 war alles andere als langweilig:

    Der September brachte große meteorologische Gegensätze: stiegen die Temperaturen kurz vor dem kalendarischen Herbstbeginn in den hochsommerlichen Bereich, stürzten die Tagestemperaturen pünktlich zum Start in den Herbst um 15°C ab. Der 0,3°C zu kühle und 40,5 Std. zu sonnenscheinarme erste Herbstmonat war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.

    Der erste meteorologische Herbstmonat startete in den ersten Septembertagen unter dem Einfluss der Tiefs „Ullrich“ und „Volkhard“ sowie dem Hoch „Nina“ mit Sonnenschein, herbstlich anmutenden Nebelfeldern, sommerlichen Temperaturen, Schauern und Gewittern mit einer Wetterachterbahnfahrt. Am Wochenende 6. und 7. September sorgte „Nina“ für einen warmen und sonnigen Spätsommer. So erreichten wir am 7. trotz einer lebhaften Bise mit 25,9°C einen weiteren Sommertag (ab 25°C). Nach diesem hochruckbestimmten Spätsommerwochenende übernahm Tief „Walter“ ab dem 8. das Zepter und leitete einen unbeständigeren und kühleren Witterungsabschnitt ein. Mit Unterstützung von Tief „Zack“ hielt das herbstlich unbeständige Wetter noch bis zur Monatsmitte an. So fiel in der ersten 1°C zu warmen Septemberhalbzeit mit 77,4 l/m² bereits 93% des normalen Septemberniederschlages und die Sonne schien an 78,5 Std. 43% des Septembersolls. Zum Start in die zweite Septemberhälfte gab es unter dem zunehmenden Einfluss von Hoch „Oldenburgia“ einen Wechsel vom Frühherbst zum Spätsommer. So kamen die Bade- und Sonnenliebhaber bis zum 20. mit badetauglichen Temperaturen nochmals voll auf ihre Kosten. Mit 29,1°C stieg die Temperatur am 20. auf die höchste Monatstemperatur an. Pünktlich zum astronomischen Herbstbeginn am 22. September gab es nach dieser Sommerphase unter der Regie der Tiefs „Bernward“ und „Calvin“ dann die trübe und nasse Herbstklatsche. Nach dieser markanten Wetterumstellung waren Regenschirm und Herbstjacke gefragt. Nachdem es nachts auf unter 10°C abkühlte lagen die Tageshöchsttemperaturen nur noch um 11 bis 13°C. Die letzten 3 Septembertage brachten uns bei Höchstwerten von bis zu 18°C mit Nebel, Hochnebel, Wolken und Sonnenschein ein niederschlagsfreies herbstliches Wetter-Potpourri.

    A: Station Schulstrasse
    B: Station Ossenberg

    Hier noch der meteorologische Sommer 2025 von Schwörstadt:

    Es ist bei bestimmten Medien schon fast zur Gewohnheit geworden, dass bereits lange vor Beginn des meteorologischen Sommers vor einem drohenden Jahrhundertsommer gewarnt wird. Wie immer handelt es sich bei diesen Aussagen nicht um seriöse Vorhersagen, sondern um Klatsch und Tratsch. Das einzig herausragende Schwörstädter Sommer-Ereignis war der drittwärmste Juni seit Messbeginn. 2 markante Hitzewellen Ende Juni Anfangs Juli und in der Augustmitte sorgten hauptsächlich gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 für einen 0,5°C zu warmen meteorologischen Sommer. Mit einem für die Natur sehr wertvollen Niederschlagsüberschuss von 60,4 l/m² kann man zum Glück auch nicht von einer Dürre sprechen. Trotz einem Sonnenscheindefizit von 32,5 Stunden kamen die Sonnen- und Badefreunde in den sonnenscheinreichen Monaten Juni und August doch noch einigermaßen auf ihre Kosten.

    Der Juni war nach dem Rekord-Hitzejuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn:
    Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge war der Juni wieder einmal zu niederschlagsreich. Auf eine durchschnittlich temperierte und sehr niederschlagsreiche erste Junihalbzeit folgte eine sehr trockene zweite Hitzehälfte. Im Gegensatz zum 0,4°C zu kühlen Juni 2024 zeigte sich der erste Sommermonat 2025 mit 2 Hitzewellen 2,2°C zu warm und war somit nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Im 14 Std. zu sonnenscheinreichen Juni fiel mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.

    Der kälteste Juli der letzten 4 Jahre:
    Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der 10,3 l/m² zu niederschlagsreiche und 56 Std. zu sonnenscheinarme mittlere Schwörstädter Sommermonat mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.

    Der niederschlagsreichste letzte meteorologische Sommermonat der letzten 11 Jahre:
    Eine Hitzewelle mit 9 Hitzetagen in Folge (ab 30°C) führte Mitte August nochmals zu einer Wärmebelastung, ehe in der letzten Dekade frische Nächte für eine Abkühlung sorgten. Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre. So zeigte sich der letzte meteorologische Sommermonat 0,3°C zu warm und 10 Stunden zu sonnenscheinreich.

    Der Augustrückblick von Schwörstadt:

    Eine Hitzewelle mit 9 Hitzetagen in Folge (ab 30°C) führte Mitte August nochmals zu einer Wärmebelastung, ehe in der letzten Dekade frische Nächte für eine Abkühlung sorgten. Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre. So zeigte sich der letzte meteorologische Sommermonat 0,3°C zu warm und 10 Stunden zu sonnenscheinreich.

    Der letzte Sommermonat startete unter der Regie von Tief „Karlheinz“ unbeständig kühl mit Regenschauern und Gewittern. Mit 4 l/m² am 1. und 30,6 l/m² am 2. fiel in den ersten beiden Augusttagen schon über ein Drittel des normalen Augustniederschlages, wobei am 2. August die Höchsttemperatur nur auf herbstliche 16,6°C anstieg. Hoch „Ines“ brachte am 6. die von vielen Leuten lang ersehnte Wetterberuhigung und sorgte allmählich für die Rückkehr des Hochsommers. Nach 36 hitzefreien Tagen in Folge stieg die Temperatur am 8. August mit 30,8°C zum ersten Mal seit dem 2. Juli in den Hitzebereich. Auch an den Folgetagen stieg die Temperatur immer über 30°C an. Mit 35,2°C verzeichneten wir am 13. die höchste Temperatur des Monats. War die erste Augustwoche noch 2,1°C zu kalt, zeigte sich die erste Augusthalbzeit nach dieser Hitzewelle 1,4°C zu warm, mit 34,6 l/m² fiel erst 34% des normalen Augustniederschlages und die Sonne schien an 139 Std. 56% des Augustsolls. Trotz ein paar Wolken und etwas Donnergrollen startete auch die zweite Augusthälfte am 16. mit 30,5°C als Hitzetag. Ein markanter Luftmassenwechsel beendete am 17. die lang anhaltende Hitzewelle, denn mit einer nordwest- bis nördlichen Strömung gelangte nun gemäßigtere und deutlich trockenere Luft zu uns. Nach 9 Hitzetagen in Folge stieg die Temperatur am 17. trotz viel Sonnenschein durch Hoch „Kyra“ nur noch auf angenehme schwülfreie 27,4°C an und bei Nachttemperaturen um 13°C war wieder entspanntes Schlafen angesagt. Stieg die Temperatur am 19. mit 30,8°C nochmals in den Hitzebereich, beendete feucht-kühle Luft aus Südwest am 20. die 17 Tage in Folge anhaltende Trockenheit. Innerhalb 24 Stunden fiel vom 20. bis zum 21. mit 56,2 l/m² 55% des durchschnittlichen Augustniederschlages. Ab dem 23. beruhigte Hoch „Mareike“ das Wettergeschehen und sorgte mit Sonnenschein und steigenden Temperaturen für ein Sommercomeback. In den sternenklaren Nächten wurde es jedoch schon herbstlich frisch, so sank die Temperatur am Morgen des 24. August mit 8,3°C auf die tiefste Temperatur des Monats. Tagsüber stiegen die Temperaturen ab dem 25. jedoch wieder in den Sommerbereich. Nachdem „Mareike“ ab dem 27. schwächelte, kamen wir zunehmend in den Einfluss des Tiefkomplexes von Ex-Hurrikan „Erin“, so fiel vom 27. bis zum 29. unter der Regie von „Erin“ mit wieder kühleren Temperaturen 47,4 l/m² Regen. Die letzten beiden Augusttage zeigten sich bei der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen wechselnd bewölkt.

    A: Station Schulstrasse
    B: Station Ossenberg

    Wenn es vielen auch nicht gefällt, der Juli war für die Natur eine Erholung:

    Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der 10,3 l/m² zu niederschlagsreiche und 56 Std. zu sonnenscheinarme mittlere Schwörstädter Sommermonat mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.

    Die sehr schwüle Hitze der letzten Junitage setzte sich auch zum Start in den Juli fort, so erreichten wir mit 35,6°C am 2. in Schwörstadt die bisher höchste Temperatur des Jahres. Ein kurzes Gewitter brachte am 4. 3,6 l/m² Regen, dann sorgte im Laufe des 6. Juli die Kaltfront von Tief „Friedemann“ für eine markante Wetterumstellung. Mit Regenschauern wurde die schwül-heiße Luft durch fast schon herbstlich frische Luftmassen ausgeräumt. Bei einem starken Schauer sank die Temperatur am 8. um 14:30 Uhr auf 9,7°C ab und am Morgen des 9. zeigt das Thermometer gerade noch 9,2°C. Die frischen Nächte wirkten sich durchaus positiv auf einen erholsamen Schlaf aus und die 29,6 l/m² Regen die bis zum 9. fielen waren für die ausgetrocknete Vegetation der reinste Segen. Nach diesem „Temperaturrücksetzer“ sorgte Hoch „Dorle“ ab dem 10. wieder für zunehmend angenehm sommerliche Verhältnisse ohne Schwüle. Unter dem Einfluss von Tief „Horst“ brachten Regenschauer am 14. und 15. Juli 9,4 l/m² Regen. Die erste Julihalbzeit war somit 0,1°C zu kalt, mit 38,2 l/m² fiel erst 36% des normalen Juliniederschlages und die Sonne schien an 128 Std. 48% des Julisolls. Ein Duell von Hoch „Edeltraut“ und Tief „Horst“ sorgte zum Start in die zweite Julihälfte dafür, dass sich der Sommer weiterhin von seiner wechselhaften Seite zeigte. Auf hochsommerliche Wärme folgten direkt die nächsten Gewitter und Regenfälle und sorgten für eine deutliche Abkühlung. Am Abend des 20. fiel bei einem Gewitter innerhalb 20 Minuten 20 l/m² Regen. Ein herumwaberndes Höhentief, auch Kaltlufttropfen genannt war der Spielverderber aller Sonnenanbeter, denn der Sonne kam nur eine Statistenrolle zugute. So blieb es auch zum Start der Hundstage, dem normalerweise heißesten Zeitraum des Jahres (vom 23. Juli bis 23. August) bei der eingefahrenen Wetterlage mit unterdurchschnittlichen Temperaturen. Auf ein Sommercomeback warteten die Badefreund vergebens, denn die Sommerpause ging bis zum Monatsende in die Verlängerung. Nach dem drittwärmsten Juni seit Messbeginn und den trockenen Monaten Februar bis Mai war es jedoch für die Vegetation die reinste Erholung.

    A: Station Schulstrasse
    B: Station Ossenberg

    Helmut.58

    aber nicht an allen Stationen, oder?

    Denn z.B. an der DWD Station Müllheim wird offensichtlich nur Temperatur und Niederschlag gemessen, andere Daten habe ich von dieser Station im Netz noch nicht finden können und wenn man an der Station vorbeiläuft, so sieht man weit und breit auch kein Windmesser.

    Es gibt sogar Stationen wo nur der Wind gemessen wird, wie zum Beispiel Kandern-Gupf. Bei der Station Müllheim werden die Daten meines Wissens nicht immer tagesaktuell bereit gestellt. Auch die Ex-Kachelmann Station Todtmoos hat nur den Niederschlag gemessen. Aber die alten Kachelmannstationen haben sowieso meist Ausfälle.

    Zum Thema DWD-nebenamtliche Wetterstationen:

    Auch an den nebenamtlichen DWD-Stationen werden folgende Parameter gemessen:

    Temperatur, rel. Luftfeuchte, Bodentemperatur 5cm, Niederschlag, Wind 10m, und Sonnenscheindauer.

    Sollte ein Sony (Sonnenscheinmesser) defekt sein wird er nicht mehr ersetzt, diese Daten gehen dann per Satellit ins Messnetz.

    Viele Grüße Helmut, Betreuer der DWD-Station Rheinfelden

    Hallo Helmut.58 ,

    das hört sich ja gewaltig an , die Hagelkörner müssen ja groß gewesen sein um solch eine Zerstörung anzurichten.
    Ich hoffe du erhältst/ hast bald Ersatz.

    Die Davis Wetterstationen sind ja mittlerweile unheimlich im Preis gestiegen.

    Ja von Tischtennisball bis Tennisball. Mein zuverlässiger Lieferant Hunger Wetterladen lieferte die Ersatzteile innerhalb eines Tages.

    An den Autos gibt es keine glatten Flächen mehr und zum Teil wurden die Scheiben eingeschlagen. Einem mir bekannten Autohaus hat an 30 Autos Schäden zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Ein Mercedes Autohaus hat an 60 Wagen Schäden, darunter Autos im Wert von 100.000 Euro, eine unglaubliche Schadenssumme. Wassereinbrüche durch beschädigte Dächer und Oberlichter, einige Geschäfte waren über 1 Woche geschlossen. Da werden wohl die Versicherungsbeiträge wieder steigen.

    Viele Grüße Helmut

    Der drittwärmste Juni in Schwörstadt seit Messbeginn 1966:

    Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge war der Juni wieder einmal zu niederschlagsreich. Auf eine durchschnittlich temperierte und sehr niederschlagsreiche erste Junihalbzeit folgte eine sehr trockene zweite Hitzehälfte. Im Gegensatz zum 0,4°C zu kühlen Juni 2024 zeigte sich der erste Sommermonat 2025 mit 2 Hitzewellen 2,2°C zu warm und war somit nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Im 14 Std. zu sonnenscheinreichen Juni fiel mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.

    Nach einem schwül-warmen Start in den meteorologischen Sommer stellte sich die Wetterlage am Abend des 1. Juni mit feuchtwarmer Subtropikluft in eine stabile Gewitterlage um. In den ersten 4 Junitagen gewitterte es täglich, wobei im Tagesverlauf des 4. sogar 4 Gewitter über uns zogen. In diesem Zeitraum fiel mit 71,6 l/m² 8,2 l/m² mehr Regen als im gesamten Mai 2025. Unter der Regie der Tiefs „Tim“ und „Uli“ setzte sich das niederschlagsreiche und recht kühle Wetter auch an den Folgetagen fort. Nach einem durchwachsenen Pfingstsonntag wurden die Weichen am Pfingstmontag 9. Juni mit Sommerhoch „Xara“ auf Sommer gestellt. Mit 30,0°C am 12., 32,2°C am 13. und 31,0°C am 14. registrierten wir die erste Hitzewelle des Jahres. Am Abend des 15. Juni räumte ein Gewitter mit 5 l/m² Regen die schwül-heißen Luftmassen aus. Somit fiel in der normal temperierten ersten Junihalbzeit mit 106,8 l/m² schon 102% des langjährigen Juniniederschlages und die Sonne schien an 105,5 Std. 41% des Junisolls. Die zweite Junihälfte startete mit Regenschauern und angenehmen Durchlüfttemperaturen, bevor sich am 16. die Hochs „Yvonne“ und „Zora“ ausbreiteten um zu bleiben. Obwohl die Temperaturen wieder über 30°C anstiegen fühlte sich die Hitze durch den trockenen Ostwind sehr angenehm an. Von Schwüle keine Spur und mit Nachttemperaturen von 11-14°C gab es ideale Temperaturen zum Durchlüften. Unter dem Einfluss der Tiefs „Ziros“ und „Alexander“ nahm die Schwüle und die Bewölkung am 23. wieder zu, aber der Regen blieb aus. Unter Hochdruckeinfluss ging es ab dem 24. wieder sonnig und sehr warm weiter. Ein Gewitter brachte am 26. mit 2,2 l/m² Regen eine kurzfristige Abkühlung, bevor die letzten Tage im Juni 2025 die zweite und stärkste Hitzewelle des Jahres brachten. Am letzten Junitag verzeichneten wir mit 35,1°C die höchste Temperatur des Monats.

    A: Station Schulstrasse
    B: Station Ossenberg

    Hier noch der meteorologische Frühling 2025 von Schwörstadt:

    Lässt sich die subjektive Empfindung vieler Leute über einen zu trockenen und zu warmen meteorologischen Frühling in Schwörstadt statistisch belegen? Ein objektiver Blick zurück auf die Frühlingsmonate März, April und Mai offenbart, dass alle 3 Monate deutlich zu trocken waren. Somit zählt der 0,6°C zu warme, 18 Std. zu sonnige und 140 l/m² zu trockene Frühling gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 zu den 4 trockensten Frühlinge seit Messbeginn 1966.

    Der erste Frühlingsmonat war der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966:
    Im Gegensatz zum Vorjahresmärz (50 Std. zu sonnenscheinarm und über 25 l/m² zu niederschlagsreich) war der diesjährige 1°C zu warme erste Frühlingsmonat zu sonnenscheinreich und deutlich zu trocken. In dem 12,5 Stunden zu sonnenscheinreichen März fiel mit 25 l/m² nicht einmal 1/3 des langjährigen Märzniederschlages. Somit war es der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966.

    Auch der April war viel zu trocken:
    Nach Februar und März ist der 1,2°C zu warme, 20 Stunden zu sonnenscheinreiche und 37,7 l/m² zu trockene April der dritte Monat in Folge, der deutlich zu trocken ausgefallen ist. Während die erste Aprilhalbzeit von anhaltender Trockenheit geprägt war, gab es in der zweiten Aprilhälfte häufiger Regen. So fiel am 25. mit 20,2 l/m² über ein Drittel des gesamten Monatsniederschlages. Somit setzte sich die ungewöhnliche Frühjahrstrockenheit unvermindert fort.

    Der letzte Frühlingsmonat war der 4. zu trockene Monat in Folge und der erste zu kühle Monat des Jahres.
    Ist der Mai kühl und nass, füllts dem Bauer Scheun und Fass, ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken. Hoffen wir, dass die Bauern im 0,3°C zu kühlen, 8 Std. zu sonnenscheinarmen und eines trotz 47,4 l/m² zu trockenen Mai eine gute Ernte bekommen.

    Etwas verspätet durch den heftigen Hagelschaden an der Wetterstation Kurgebiet Bad Säckingen der Mairückblick von Schwörstadt :

    Der letzte Frühlingsmonat war der 4. zu trockene Monat in Folge und der erste zu kühle Monat des Jahres. Der 0,3°C zu kühle Mai war 47,4 l/m² zu trocken und 8 Stunden zu sonnenscheinarm.

    Ganz nach dem Geschmack der Maibummler startete der Wonnemonat durch Hoch „Quendolin“ mit Sonnenschein von früh bis spät und 27,6°C hochsommerlich. Nachdem die Temperatur am 2. sogar auf 28,8°C anstieg gab es am 3. durch die Kaltfront von Tief „Henry“ ein jähes Ende der sommerlichen Wetterlage. So lag die Tages-Höchsttemperatur am 5. Mai rund 18°C tiefer als noch am 2. Mai. Mit unterdurchschnittlichen Temperaturen setzte sich das wechselhafte Wetter unter der Regie von Tief „Jürgen“ auch an den Folgetagen fort. Ab dem 10. sorgten die Hochdruckgebiete „Riccarda“ und „Simone“ für freundliches Wetter. So bescherten sie allen Müttern zu ihrem Ehrentag am 11. Mai viel Sonnenschein und Temperaturen bis 24,9°C. Ein abendliches Gewitter am 12. reduzierte mit 16,2 l/m² Regen die anhaltende Trockenheit etwas, bevor sich bereits am Folgetag die Sonne unter der neuen Leitung von Hoch „Tabea“ wieder zunehmend durchsetzte. Die erste Maihalbzeit war somit 0,8°C zu kalt, mit 33,0 l/m² fiel erst 30% des normalen Mainiederschlages und die Sonne schien an 120 Std. 52% des Maisolls. Auch zum Start in die zweite Maihälfte sorgte „Tabea“ für freundliches, der Jahreszeit entsprechend temperiertes und leider auch weiterhin niederschlagsfreies Wetter. Die wochenlang stabile Hochdruckwetterlage wurde ab dem 20. durch Tief „Magnus“ abgelöst. Mit der eingeflossenen frischen Polarluft stieg die Tages-Höchsttemperatur am 22. nur auf 14,9°C an und am Morgen des 24. Mai sank die Temperatur mit 2,9°C auf die tiefste Temperatur des Monats. Die unbeständige und kühle Witterungsphase mit leider nur geringem Niederschlag hielt unter der Regie von Tief „Norman“ auch die Folgetage an. Bevor sich die Wetterlage pünktlich zu Himmelfahrt, 29. Mai zur Freude der Vatertagsbummler mit Hoch „Vanessa“ umstellte, brachten starke Regenschauer am Vortag mit 20 l/m² den höchsten Tagesniederschlag des Monats. Am 30. stieg die Temperatur auf 27,9°C an und am 31. verzeichneten wir mit 30,1°C den ersten Hitzetag des Jahres.

    A: Station Schulstrasse
    B. Station Ossenberg

    Der 3. deutlich zu trockenen Monat in Folge in Schwörstadt:

    Nach Februar und März ist der 1,2°C zu warme, 20 Stunden zu sonnenscheinreiche und 37,7 l/m² zu trockene April der dritte Monat in Folge, der deutlich zu trocken ausgefallen ist. Während die erste Aprilhalbzeit von anhaltender Trockenheit geprägt war, gab es in der zweiten Aprilhälfte häufiger Regen. So fiel am 25. mit 20,2 l/m² über ein Drittel des gesamten Monatsniederschlages. Somit setzte sich die ungewöhnliche Frühjahrstrockenheit unvermindert fort.

    Mit Hoch „Noemi“ startete der mittlere Frühlingsmonat hochdruckbestimmt, sonnig, warm und nach dem Märzvorbild sehr trocken. So stieg die Temperatur am 4. bereits auf 23,1°C an. Nach den sehr sonnigen und frühlingshaft warmen Tagen gab es am 6. mit Kaltluft aus arktischen Gefilden einen herben Temperaturrückschlag. Nach einer sternenklaren Nacht unter dem Einfluss von Hoch „Olivia“ sank die Temperatur am 7. April auf –1,6°C und am Folgetag nochmals auf frostige –0,3°C. Ab dem 9. stiegen die Temperaturen unter „Olivia“ wieder stetig an, so dass wir am 12. mit 23,6°C den bisher wärmsten Tag des Jahres verzeichneten. Am 13. übernahm Tief „Christian“ die Wetterregie und brachte nach 14 niederschlagsfreien Tagen in Folge den sehnlichst erwartenden Regen. Christian blieb mit Unterstützung von Tief „Darius“ auch die folgenden Tage mit einem Sonne-Wolken-Regenmixder entscheidende Wetter-Spielgestalter. Somit war die erste Aprilhalbzeit 1,3°C zu warm, mit 12,6 l/m² fiel erst 15% des normalen Aprilniederschlages und die Sonne schien an 135 Std. schon 67% des Aprilsolls. Durch Tief „Darius“ startete die zweite Aprilhälfte mit etwas Regen grau und kühl. Vom 16. April bis zum Karfreitag 18. April zeigte sich die Sonne gerade einmal an 10 Minuten und am 17. stieg die Tagestemperatur nur auf 9,6°C an. Mit einem Zwischenhoch zeigte sich die Sonne am Karsamstag von früh bis spät und die Temperatur stieg auf 22,6°C an. Wer am Ostersonntag die Ostereiersuche auf den Vormittag legte wurde nicht nass. Ab dem Nachmittag und über den Ostermontag hinaus blieb das Osterwetter unter der Regie von Tief „Fritz“ mit einem Mix aus Sonne und Wolken und leichten Schauern unbeständig und wieder deutlich kühler. Nach nur leichten Niederschlägen wurde am 25. mit 20,2 l/m², dem stärksten Tagesniederschlag des Monats, das Niederschlagsdefizit wenigstens etwas reduziert. Vom 27. bis zum Monatsende übernahm Hoch „Petra“ mit täglich steigenden Temperaturen und viel Sonnenschein das Wetterzepter. Mit 26,2°C gab es am 29. den ersten Sommertag (ab 25°C) und am 30. die bisher höchste Temperatur des Jahres. Die Sonnenfans freuten sich, aber durch dieses erneut trockene und sehr sonnige Wetter der letzten Apriltage wurde das Niederschlagsdefizit jedoch nicht weiter abgeschwächt.

    A: Station Schulstrasse
    B. Station Ossenberg