Die Grünlandtemperatur ist in Schwörstadt erreicht:
Jeden Frühling stellt sich für Landwirte, Gärtner und Gartenbesitzer dieselbe Frage: Wann können wir das Feld bestellen, wann mit den Gartenarbeiten beginnen und wann beginnt die Vegetation nachhaltig zu wachsen?
Hier gibt es durch Temperaturaufzeichnungen eine Entscheidungshilfe.
Ein Wert der als eine zuverlässige Entscheidungshilfe gilt, ist die Grünlandtemperatur. Man summiert alle Tagesmitteltemperaturen seit Januar auf und wenn diese Grünlandtemperatur über 200 steigt, ist es Zeit für Garten- oder Feldarbeiten. Zur Berechnung der Summe werden nur die positiven Tagesmitteltemperaturen berücksichtigt und die Daten aus dem Januar werden nur zur Hälfte gewichtet, jene aus dem Februar zu 75% und die Daten aus dem März zu 100%. Der Tag, an dem die Grünlandsumme den Wert 200 erreicht, gilt als Start der Vegetationsperiode.
Nach dem kältesten Januar der letzten 9 Jahre und einem 2,8°C zu warmen Februar, sowie einer ungewöhnlich warmen ersten Märzwoche erreichten wir in Schwörstadt am Montag 9. März die Grünlandtemperatur. Nach einem leicht zu warmen Januar und Februar, sowie einer fast frühsommerlichen ersten Märzwoche erreichten wir letztes Jahr in Schwörstadt am 17. März die Grünlandtemperatur. Den frühesten Grünlandtermin seit Messbeginn 1997 gab es am 28. Februar 2007, den spätesten am 10. April 2013.![]()
Posts by Helmut.58
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Hier noch der meteorologische Winter 2025/2026 von Schwörstadt:
Nachdem der meteorologische Winter 2024/2025 gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 wieder einmal zu kühl ausfiel, war der Winter 2025/2026 zu warm. Mit 3 Eistagen (5,8 Tage unter der Norm) und 41 Frosttagen (9 Tage unter der Norm) war er trotz eines 1,5°C zu kühlen Januars hauptsächlich bedingt durch den sehr warmen Februar 0,6°C zu warm. Die extrem sonnenscheinreichen Monate Dezember und Januar waren trotz eines zu trüben Februars für einen Sonnenscheinüberschuss von über 53,5 Stunden verantwortlich. Durch die sehr trockenen Monate Dezember und Januar war er trotz des 61,2 l/m² zu niederschlagsreichen Februars 22,3 l/m² zu niederschlagsarm.
Der Dezember war ungewöhnlich trocken und sehr sonnenscheinreich:
Unter einer Hochdruckdominanz verlief der 0,6°C zu warme Dezember sehr trocken und außergewöhnlich sonnig. Mit 48,8 l/m² Regen (ohne jeglichen Schneefall) fiel nur 44% des normalen Dezemberniederschlages und die Sonne schien an 94 Stunden 89% über der Norm von 1991 bis 2020.
Der Januar war der kälteste Januar der letzten 9 Jahre und der drittsonnigste seit Messbeginn 1966:
Mit einem Temperaturdefizit von 1,5°C war der 22,1 l/m² zu niederschlagsarme erste Monat des Jahres der kälteste Januar der letzten 9 Jahre und mit einem Sonnenscheinüberschuss von 49 Std. der drittsonnigste Januar seit Messbeginn 1966.
Der Februar war der niederschlagsreichste Februar der letzten 25 Jahre:
Der 18 Stunden zu sonnenscheinarme und 2,8°C zu warme Februar war mit einem Niederschlagsüberschuss von 61,4 l/m² der niederschlagsreichste Februar der letzten 25 Jahre. -
Der niederschlagsreichste Februar der letzten 25 Jahre:
Der 18 Stunden zu sonnenscheinarme und 2,8°C zu warme Februar war mit einem Niederschlagsüberschuss von 61,4 l/m² der niederschlagsreichste Februar der letzten 25 Jahre.
Tiefausläufer lenkten zum Start in den letzten Wintermonat milde und feuchte Meeresluft in unsere Region. So zeigten sich die ersten tiefdruckbestimmten Februartage wechselhaft mit gelegentlichem leichten Regen. Nach Auflösung der nächtlichen Nebel- und Hochnebelfelder zeigte sich auch täglich die Sonne. Mit einer lebhaften Westwindlage angeführt durch die Tiefs „Tamara“, „Ulrike“ und „Viviana“ wurden die Regenfälle ab dem 10. Februar mit milden Temperaturen häufiger und intensiver. Vom 10. bis zum 12. fiel mit 52,2 l/m² 68% des normalen gesamten Februar-Niederschlages. So mussten die feuchteresistenten Wiiber am Wiiberfastnachts-Dunnschtig 12. Februar wegen des Windes ihre Federboas und Hüte gut festhalten. Somit fiel in der ersten 1,5°C zu warmen Februarhalbzeit mit 72,4 l/m² schon 94% des normalen Februarniederschlages und die Sonne schien an 46,5 Std. 48% der Februarnorm. Auch zum Start in die zweite Februarhälfte ging es mit turbulentem Fasnachtswetter weiter. Mit wechselhaftem Aprilwetter gab es am Rosenmontagabend 16. Februar sogar ein Graupelgewitter. Nach einer minus 1,9°C kühlen Nacht zum Aschermittwoch (18.02) sorgte Schneefall für eine 1 cm hohe Schneedecke. Bis zum 24. sorgte Tiefdruckeinfluss weiterhin für wechselhaftes Wetter mit täglichem Regen. Am 25. kippte die Strömung auf Südwest, wodurch ein Schwall subtropisch angehauchter Luftmasse zu uns gelangte. Mit frühlingshaft milder Luft und über 9 Stunden Sonnenschein war der 25. nach 15 Niederschlagstagen in Folge wieder einmal niederschlagsfrei. Diese sonnenscheinreiche und ungewöhnlich milde Frühlingsphase blieb uns bis zum Monatsende erhalten, wobei wir am 27. mit 20,3°C die höchste Temperatur des Jahres erreichten.
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Der drittsonnigste Januar in Schwörstadt seit Messbeginn:
Mit einem Temperaturdefizit von 1,5°C war der 22,1 l/m² zu niederschlagsarme erste Monat des Jahres der kälteste Januar der letzten 9 Jahre und mit einem Sonnenscheinüberschuss von 49 Std. der drittsonnigste Januar seit Messbeginn 1966.
Das Wetterjahr 2026 startete unter der Regie von Hoch „Karen“ und Tief „Tizian“ mit strengem Winterwetter so wie das Wetterjahr 2025 zu Ende ging und der Winter kam um zu bleiben. Nach einem sehr sonnigen 1. Januar gab es am 2. den ersten Schneefall in diesem Herbst/Winter und mit einer Tages-Höchsttemperatur von -0,9°C registrierten wir am 5. den ersten Eistag (Dauerfrost) des Winters 2025/2026. Mit -11,7°C sank die Temperatur am Dreikönigstag auf die tiefste Temperatur seit dem 28.02.2018 (-11,8°C) und die Höchsttemperatur stieg nur auf -4,3°C an, so kalt war es zuletzt am 25. Januar 2017 (-5,0°C). Nach diesem tiefwinterlichen Jahresstart zeigte sich die erste Januarwoche 5,4°C zu kalt. Sturmtief „Elli“ sorgte am 8. zuerst noch für eine 7 cm hohe Schneedecke bevor am Nachmittag aus dem Schneefall Regen wurde. Nachdem die ersten 8 Januartage allesamt Frosttage waren, war der 9. Januar mit einer Tiefsttemperatur von 0,9°C der erste frostfreie Tag des Jahres. Kühlere Luftmassen sorgten bis zum 13. nochmals für 3 Schneefalltage. Nach diesen tief winterlichen Tagen setzte sich ab dem 13. eine trockene und recht sonnige Milderung durch. Somit zeigte sich die erste Januarhalbzeit 2,3°C zu kalt, mit 31,2 l/m² fiel 36% des normalen Januarniederschlages und die Sonne schien an 55 Std. schon 87% des Januarsolls. Mit einer milden west- bis südwestlichen Strömung verlief der Start in die 2. Januarhälfte ruhig. Eine erneute winterliche Wetterlage mit Schneefällen war nicht in Sicht. Ab dem 17. war die Devise mit einer östlichen Festlandluftströmung Sonne rauf, Temperaturen runter und Niederschlag weiterhin Fehlanzeige. So wurde bereits am 18. die langjährige Januar-Sonnenscheindauer übertroffen. Nach Nachtfrösten und nach dem Auflösen der morgendlichen Nebel- und Hochnebelfelder stiegen die Temperaturen mit Hoch „Christian“ auf 3-4°C an. Ab dem 25. schwächte sich der Hochdruckeinfluss allmählich ab und so bekamen wir unter dem Einfluss von Tief „Leonie“ am 26. Januar nach 13 niederschlagsfreien Tagen in Folge den ersten Regen. Bis zum Monatsende blieb das Wetter tiefdruckbestimmt wechselhaft und in der Folge beständig unbeständig. Die Palette reichte von Nebel, Regen, Schneeregen bis hin zu freundlicheren Phasen mit etwas Sonne.
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Vielen Dank für die detaillierte und aufschlussreiche Darstellung.
Sehr gerne Udo
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Der Jahresrückblick 2025 von Schwörstadt:
Laut Meteo Schweiz gehört 2025 in der Schweiz zu den 4 wärmsten Jahren seit Messbeginn vor über 150 Jahren. In unserer Region erreicht 2025 jedoch nicht einmal die Top15. Trotz einem für die Vegetation sehr vorteilhaften Defizit von 8 Sommertagen (ab 25°C) und 5 Hitzetagen (ab 30°C) fiel das Witterungsjahr 2025 gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,3°C zu warm aus. Hierfür waren hauptsächlich das Fehlen von 7 Frosttagen und 9 Eistagen (Dauerfrost) verantwortlich. Sowieso fand der Winter ohne Eistage mit nur 3 Schneefalltagen und nur einem Tag mit Schneedecke (2 cm am 02.01.) wieder einmal nur auf dem Kalender statt. Die Sonne zeigte sich an 1.946 Stunden im langjährigen Mittel und beim Niederschlag fehlten über das Jahr hinweg nur 14,5 l/m².
- Der Januar war der drittsonnigste Januar seit Messbeginn:
Mit Tief „Bernd“ das zu Jahrebeginn mit ergiebigem Regen, etwas Schneefall und gefrierendem Regen nach nur 9 Tagen den normalen Januarniederschlag übertraf und dem Hoch „Beate“, das vom 10. bis zum 21. Januar mit viel Sonnenschein 12 niederschlagsfreie Tage in Folge brachte prägten hauptsächlich 2 Protagonisten das Wetter zum Jahresbeginn. Nachdem die ersten beiden Januardekaden noch 1,3°C zu kalt ausfielen, gab es nach der 3. milden Dekade noch eine positive Temperaturabweichung von 0,3°C. Trotz einem Sonnenscheinüberschuss von 37,5 Std. (der drittsonnigste Januar seit Messbeginn 1997) gab es einen Niederschlagsüberschuss von 46,5 l/m².
- Der Februar hatte 2 leicht zu kühle Dekaden und eine letzte frühlingshaft temperierte Dekade:
Nach 2 leicht zu kühlen und einer frühlingshaft milden letzten Dekade zeigte sich der 19,8 l/m² zu niederschlagsarme und 20,5 Std. zu sonnenscheinarme Februar 0,6°C zu warm.
- Der erste Frühlingsmonat war der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966:
Im Gegensatz zum Vorjahresmärz (50 Std. zu sonnenscheinarm und über 25 l/m² zu niederschlagsreich) war der diesjährige 1°C zu warme erste Frühlingsmonat zu sonnenscheinreich und deutlich zu trocken. In dem 12,5 Stunden zu sonnenscheinreichen März fiel mit 25 l/m² nicht einmal 1/3 des langjährigen Märzniederschlages. Somit war es der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966.
- Auch der April war viel zu trocken:
Nach Februar und März ist der 1,2°C zu warme, 20 Stunden zu sonnenscheinreiche und 37,7 l/m² zu trockene April der dritte Monat in Folge, der deutlich zu trocken ausgefallen ist. Während die erste Aprilhalbzeit von anhaltender Trockenheit geprägt war, gab es in der zweiten Aprilhälfte häufiger Regen. So fiel am 25. mit 20,2 l/m² über ein Drittel des gesamten Monatsniederschlages. Somit setzte sich die ungewöhnliche Frühjahrstrockenheit unvermindert fort.
- Der letzte Frühlingsmonat war der 4. zu trockene Monat in Folge und der erste zu kühle Monat des Jahres.
Ist der Mai kühl und nass, füllts dem Bauer Scheun und Fass, ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken. Hoffen wir, dass die Bauern im 0,3°C zu kühlen, 8 Std. zu sonnenscheinarmen und eines trotz 47,4 l/m² zu trockenen Mai eine gute Ernte bekommen.
- Der Juni war nach dem Rekord-Hitzejuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn:
Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge war der Juni wieder einmal zu niederschlagsreich. Auf eine durchschnittlich temperierte und sehr niederschlagsreiche erste Junihalbzeit folgte eine sehr trockene zweite Hitzehälfte. Im Gegensatz zum 0,4°C zu kühlen Juni 2024 zeigte sich der erste Sommermonat 2025 mit 2 Hitzewellen 2,2°C zu warm und war somit nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Im 14 Std. zu sonnenscheinreichen Juni fiel mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.
- Der kälteste Juli der letzten 4 Jahre:
Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der 10,3 l/m² zu niederschlagsreiche und 56 Std. zu sonnenscheinarme mittlere Schwörstädter Sommermonat mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.
- Der niederschlagsreichste letzte meteorologische Sommermonat der letzten 11 Jahre:
Eine Hitzewelle mit 9 Hitzetagen in Folge (ab 30°C) führte Mitte August nochmals zu einer Wärmebelastung, ehe in der letzten Dekade frische Nächte für eine Abkühlung sorgten. Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre. So zeigte sich der letzte meteorologische Sommermonat 0,3°C zu warm und 10 Stunden zu sonnenscheinreich.
- Der September zeigte sich mit hochsommerlicher Wärme und herbstlicher Kälte
Der September brachte große meteorologische Gegensätze: stiegen die Temperaturen kurz vor dem kalendarischen Herbstbeginn in den hochsommerlichen Bereich, stürzten die Tagestemperaturen pünktlich zum Start in den Herbst um 15°C ab. Der 0,3°C zu kühle und 40,5 Std. zu sonnenscheinarme erste Herbstmonat war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.
- Drei total unterschiedliche Dekaden bestimmten den Wetterfahrplan im Oktober
Den Schwörstädter Oktober-Wetterfahrplan bestimmte eine wechselhafte erste Dekade, eine hochdruckbestimmte sonnenscheinreiche zweite Dekade und eine tiefdruckbestimmte niederschlagsreiche letzte Dekade. Wer sich über einen höheren Verbrauch der Heizungsenergie gegenüber dem Oktober letztes Jahr wunderte: der diesjährige Oktober war rund 1,9°C kühler. Mit einem Temperaturdefizit von 0,5°C war der Oktober 28,6 l/m² zu nass und 7 Std. zu sonnenscheinarm.
- Der verlängerte Goldene Oktober und der Martinisommer brachten viel Sonnenschein
Der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,7°C zu kühle letzte meteorologische Herbstmonat brachte einen Niederschlagsüberschuss von 20 l/m². Durch den Goldenen Oktober, der sich bis in die erste Novemberdekade
- Der Dezember verlief hochdruckbestimmt außergewöhnlich sonnig
Unter einer Hochdruckdominanz verlief der 0,6°C zu warme Dezember sehr trocken und außergewöhnlich sonnig. Mit 48,8 l/m² Regen (ohne jeglichen Schneefall) fiel nur 44% des normalen Dezemberniederschlages und die Sonne schien an 94 Stunden 89% über der Norm von 1991 bis 2020.
Hier die Schwörstädter Wetterbesonderheiten des Witterungsjahres 2025:
01. Januar: mit - 4,2°C der erste Frosttag des Jahres.
02. Januar: erster Schneefall des Jahres brachte eine 2 cm hohe Schneedecke.04. Januar: mit -7,4°C die bisher tiefste Temperatur des Winters 2024/2025
04./05. Januar: gefrierender Regen sorgte für eisglatte Straßen und Wege.
09. Januar: der durchschnittliche Januarniederschlag wurde bereits übertroffen.22. Januar: gefrierender Regen sorgte schon zum 2. mal in diesem Monat für eisglatte Straßen und Wege.
Der Januar war mit einem Sonnenscheinüberschuss von 37,5 Std. der drittsonnigste Januar seit Messbeginn 1997.
Nach 7 zu warmen meteorologischen Wintern war der Winter 2024/2025 0,2°C zu kalt. Mit nur 3 Schneefalltagen und nur 3 Tagen mit einer Schneedecke (16,9 Tage unter der Norm) war er was den Schnee betrifft einem Winter nicht würdig.
17. März: die Grünlandtemperatur wurde erreicht.
Mit 25 l/m² fiel im März nicht einmal 1/3 des langjährigen Märzniederschlages, somit war es der vierttrockenste März seit Messbeginn 1966.
29. April: mit 26,4°C der erste Sommertag (ab 25°C) des Jahres.
Der April ist der 3. Monat in Folge der deutlich zu trocken ausgefallen ist.
31. Mai: mit 30,1°C der erste Hitzetag (ab 30°C) des Jahres.
Der Mai war der 4. zu trockene Monat in Folge und der erste zu kühle Monat des Jahres.15. Juni: mit 106,8 l/m² fiel schon 102% des normalen Juniniederschlages.
Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge fiel im Juni mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.
Der 2,2°C zu warme Juni war nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966.
Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der Juli mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.
Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre.
Der September war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.
Die Niederschlagsmenge vom 20. bis zum 30 Oktober übertraf mit 108 l/m² das Niveau des normalen Oktoberniederschlages um 12,2 l/m² und Sturmtief „Joshua“ brachte am 23. Böen um 80 km/h.
13. November: die normale November-Sonnenscheindauer wurde bereits übertroffen.
18. November: mit –1,9°C der erste Frosttag in diesem Herbst.
20 niederschlagsfreie Tage in Folge (vom 12. bis zum 31. Dezember) bedeuten die längste Trockenheit in diesem Jahr.
31. Dezember: mit –8,1°C die tiefste Temperatur des Jahres.
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Zunächst wünsche ich euch allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr mit aufregenden Wetterereignissen.
Liebe Grüße HelmutDer Dezemberrückblick von Schwörstadt:
Unter einer Hochdruckdominanz verlief der 0,6°C zu warme Dezember sehr trocken und außergewöhnlich sonnig. Mit 48,8 l/m² Regen (ohne jeglichen Schneefall) fiel nur 44% des normalen Dezemberniederschlages und die Sonne schien an 94 Stunden 89% über der Norm von 1991 bis 2020.
Zum Start in den ersten Wintermonat konnte von einem klassischen Winterstart jedoch keine Rede sein. Unter dem Einfluss von Hoch „Brisca“ waren die ersten 4 Dezembertage bei für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen niederschlagsfrei. Tief „Elias“ leitete ab dem 5. einen unbeständigen und feuchtmilden Wetterabschnitt ein. So fiel bis zum 9. mit 48,4 l/m² Regen schon 44% des normalen Dezemberniederschlages. Ungewöhnlich milde Luftmassen machten auch an den folgenden Tagen jede Hoffnung auf eine verschneite Winterlandschaft zunichte, der Winter blieb bis auf Weiteres außen vor. Mit den Hochs „Ellinor“ und „Frieda“ blieb es bei dem ruhigen Hochdruckwetter. Aber wie so oft im Winterhalbjahr bedeutet ruhiges Hochdruckwetter in den Niederungen häufig Nebel oder Hochnebel, der sich im Tagesverlauf nur zögerlich auflöst, oder sogar ganztägig bleibt. Die Region Schwörstadt und Rheinfelden ist hier durch den nebelauflösenden Ostwind namens „Möhlin-Jet“ klar im Vorteil. So zeigte sich die Sonne in der ersten 2,3°C zu warmen ersten Dezemberhalbzeit mit 45 Stunden schon 91% des langjährigen Dezember-Sonnenscheins. Auch zum Start in die zweite Dezemberhälfte blieb uns die festgefahrene Antiwinter-Wetterlage erhalten, denn täglich grüßte das Hochdruckgebiet „Frieda“, das sich seit geraumer Zeit über Osteuropa breitgemacht hatte. In der Weihnachtswoche wurde dann aus Osteuropa eine mäßig kalte Luftmasse herangeführt. Ab dem 23. Dezember kamen die Sonnenliebhaber nur noch in den Hochlagen auf ihre Kosten, denn in den Niederungen herrschte Dauergrau. Mit stürmischen Ostwind-Böen um 70 km/h fühlten sich die 3°C am Heiligabend durch den Windchill an wie minus 5°C. Passend zum Weihnachtswetter ein abgeänderter Reim vom DWD: Weihnachten 2025 war gefühlt wie immer, von Schnee an Weihnachten hat die junge Generation quasi keinen Schimmer. Das letzte Weihnachtsfest mit einer Schneedecke war Zweitausendzehn, da muss man in den Geschichtsbüchern schon ganze 15 Jahre zurückgehn. Das Positive der zügigen Bise, am Nachmittag lösten sich die Hochnebelfelder zum Teil wieder auf. Unter der Regie der Hochs „Hella“, „Inka“ und dem blockierenden Hoch „Jasmin“ blieb uns die trocken-kalte östliche Festlandluft bis zum Jahresende erhalten, wobei die Sonne immer mehr zum Vorschein kam. 20 niederschlagsfreie Tage in Folge (vom 12. bis zum 31.) bedeuten die längste Trockenheit in diesem Jahr und mit –8,1°C registrierten wir am 31. die tiefste Temperatur des Jahres.
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Hier noch der meteorologische Herbst 2025 von Schwörstadt:
Mit den leicht zu kühlen Monaten September, Oktober und November lag der meteorologische Herbst 2025 in Schwörstadt 0,5 °C unter dem Mittelwert der Referenzperiode 1991-2020. Die 3 zu niederschlagseichen Herbstmonate sorgten für einen Niederschlagsüberschuss von 91l/m² und nach den sonnenscheinarmen Monaten September und Oktober sorgte der 37,5 Stunden zu sonnige November noch für einen Sonnenscheinüberschuss von 14,5 Stunden.
Der September zeigte sich mit hochsommerlicher Wärme und herbstlicher Kälte:
Der September brachte große meteorologische Gegensätze: stiegen die Temperaturen kurz vor dem kalendarischen Herbstbeginn in den hochsommerlichen Bereich, stürzten die Tagestemperaturen pünktlich zum Start in den Herbst um 15°C ab. Der 0,3°C zu kühle und 40,5 Std. zu sonnenscheinarme erste Herbstmonat war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.Drei total unterschiedliche Dekaden bestimmten den Wetterfahrplan im Oktober:
Den Schwörstädter Oktober-Wetterfahrplan bestimmte eine wechselhafte erste Dekade, eine hochdruckbestimmte sonnenscheinreiche zweite Dekade und eine tiefdruckbestimmte niederschlagsreiche letzte Dekade. Wer sich über einen höheren Verbrauch der Heizungsenergie gegenüber dem Oktober letztes Jahr wunderte: der diesjährige Oktober war rund 1,9°C kühler. Mit einem Temperaturdefizit von 0,5°C war der Oktober 28,6 l/m² zu nass und 7 Std. zu sonnenscheinarm.Der verlängerte Goldene Oktober und der Martinisommer brachten viel Sonnenschein:
Der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,7°C zu kühle letzte meteorologische Herbstmonat brachte einen Niederschlagsüberschuss von 20 l/m². Durch den Goldene Oktober der sich bis in die erste Novemberdekade hineinzog und den Martinisommer zeigte sich die Sonne 37,5 Std. über der Norm. -
Der Novemberrückblick von Schwörstadt:
Der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 0,7°C zu kühle letzte meteorologische Herbstmonat brachte einen Niederschlagsüberschuss von 20 l/m². Durch den Goldenen Oktober der sich bis in die erste Novemberdekade hineinzog und den Martinisommer zeigte sich die Sonne 37,5 Std. über der Norm.
Der November startete unter dem Einfluss von Tief „Marek“ grau und regenreich. So fiel in den ersten beiden Novembertagen mit 35,6 l/m² schon 36% des normalen Novemberniederschlages. Am 3. stellte sich die Wetterlage unter dem Zepter von Hoch „Vianelde“ grundlegend um. Und „Vianelde“ zeigte sich als Bollwerk gegen die atlantischen Tiefs. Durch dieses ruhige Herbstwetter bekamen wir einen verfrühten Martinisommer. Die Nebel- und Hochnebelfelder lösten sich tagsüber meist auf, so dass wir im Flachland auch die Sonne oft genießen konnten. Durch den nebelauflösenden „Möhlin-Jet“ waren wir in der Region Schwörstadt/Rheinfelden, wie so oft im Herbst und Winter gegenüber Bad Säckingen den Hochrhein entlang bis zum Bodensee klar im Vorteil. Nach 1,8 l/m² Nieselregen am 9., sorgte Hoch „Wencke“ ab dem 10. November mit einer Kombination aus Frühnebel und Sonnenschein für ruhiges und wärmeres Martinisommerwetter. Am 13. wurde bereits normale November-Sonnenscheinzeit übertroffen und mit 16,7°C verzeichneten wir die höchste Temperatur des Monats. So zeigte sich die erste Novemberhalbzeit 2°C zu warm, mit 45 l/m² fiel 45% des normalen Novemberniederschlages und die Sonne schien an 69 Std. schon 104% des Novembersolls. Zum Start in die zweite Novemberhälfte wurde unter der Regie von Tief „Pepe“ die subtropische Warmluft durch zunehmend kühle Luftmassen aus polaren Breiten ersetzt. Trotz einem durch Hochnebel bedeckten Nachthimmel bekamen wir am 18. mit –1,9°C den ersten Frosttag in diesem Herbst. Auch die folgenden Tage setzte sich die winterlich temperierte Wetterphase fort. So hatten wir unter der Regie von Frühwinterhoch „Zulleika“ mit minus 6,3°C am 22. und minus 6,8°C am 23. die kältesten Temperaturen des Monats und am 22. verpassten wir trotz Sonnenschein mit einer Tages-Höchsttemperatur von 0,2°C nur knapp den ersten Eistag (Dauerfrost). Am Abend des 23. streckte Tief „Ulv“ seine Fühler zu uns aus und führte schubweise mildere und feuchte Meeresluft heran, was stellenweise für gefrierenden Regen sorgte. Die letzten Novembertage zeigten sich dann wechselhaft und für die Jahreszeit etwas zu mild.
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Den Schwörstädter Oktober-Wetterfahrplan bestimmte eine wechselhafte erste Dekade, eine hochdruckbestimmte sonnenscheinreiche zweite Dekade und eine tiefdruckbestimmte niederschlagsreiche letzte Dekade. Wer sich über einen höheren Verbrauch der Heizungsenergie gegenüber dem Oktober letztes Jahr wunderte: der diesjährige Oktober war rund 1,9°C kühler. Mit einem Temperaturdefizit von 0,5°C war der Oktober 28,6 l/m² zu nass und 7 Std. zu sonnenscheinarm.
Der mittlere Herbstmonat startete unter dem Einfluss der Hochdruckgebiete "Petralilly" und "Quinn" mit ruhigem Herbstwetter. Nach reichlich Sonnenschein sank die Temperatur in der sternenklaren Nacht zum 2. Oktober auf frische 2°C ab. Am 4. stieg die Temperatur nochmals auf 20,4°C an, bevor Tief „Detlef“ die folgenden 3 Tage für kühleres Schauerwetter sorgte. Ab dem 7. Oktober übernahm das monumentale Hoch „Sieglinde“ mit ruhigem Altweibersommer- und Goldenem Oktoberwetter das Wetterzepter. Und „Sieglinde“ kam um zu bleiben, denn mit dem Schwerpunkt über den Britischen Inseln stand sie wie ein Fels in der Brandung. Aber wie so oft bei herbstlichen und winterlichen Hochdrucklagen bildete sich in der Nacht Nebel und Hochnebel, der sich jedoch bis auf den 9. mit 0,8 l/m² Nieselregen im Tagesverlauf auflöste. Somit fiel in der durchschnittlich temperierten ersten Oktoberhalbzeit mit 16,4 l/m² erst 17% des normalen Oktoberniederschlages und die Sonne schien an 71 Std. 58% des Oktobersolls. Auch die zweite Oktoberhälfte startete mit dem altbekannten Sieglinde-Hochdruckwetter. Nachdem uns das Monsterhoch „Sieglinde“ 14 Tage lang Hochdruckwetter bescherte und nach einem goldenen Oktoberwochenende mit dem ersten Bodenfrost am Samstag 18. Oktober war die "Langeweile" in der Wetterküche am 20. vorüber. So zogen an den Folgetagen aus Westen Regengebiete über uns hinweg. Dazu wurde es milder und windiger, die Bodenfrostgefahr war erst einmal wieder vom Tisch - genauso wie das goldene Oktoberwetter. Sturmtief „Joshua“ brachte am 23. neben deutlich kühleren Temperaturen Böen um 80 km/h. Neben viel Wind stand auch einiges an Regen auf dem Programm. So übertraf die Niederschlagsmenge vom 20. bis zum 30. Oktober mit 108 l/m² das Niveau des normalen Oktoberniederschlages um 12,2 l/m². Mit Zwischenhoch „Urmi“ stiegen die Temperaturen am letzten Oktobertag bei 6 Stunden Sonnenschein auf 15,1°C an.
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Der September 2025 war alles andere als langweilig:
Der September brachte große meteorologische Gegensätze: stiegen die Temperaturen kurz vor dem kalendarischen Herbstbeginn in den hochsommerlichen Bereich, stürzten die Tagestemperaturen pünktlich zum Start in den Herbst um 15°C ab. Der 0,3°C zu kühle und 40,5 Std. zu sonnenscheinarme erste Herbstmonat war mit einem Niederschlagsüberschuss von 50,7 l/m² der 4. zu nasse Monat in Folge.
Der erste meteorologische Herbstmonat startete in den ersten Septembertagen unter dem Einfluss der Tiefs „Ullrich“ und „Volkhard“ sowie dem Hoch „Nina“ mit Sonnenschein, herbstlich anmutenden Nebelfeldern, sommerlichen Temperaturen, Schauern und Gewittern mit einer Wetterachterbahnfahrt. Am Wochenende 6. und 7. September sorgte „Nina“ für einen warmen und sonnigen Spätsommer. So erreichten wir am 7. trotz einer lebhaften Bise mit 25,9°C einen weiteren Sommertag (ab 25°C). Nach diesem hochruckbestimmten Spätsommerwochenende übernahm Tief „Walter“ ab dem 8. das Zepter und leitete einen unbeständigeren und kühleren Witterungsabschnitt ein. Mit Unterstützung von Tief „Zack“ hielt das herbstlich unbeständige Wetter noch bis zur Monatsmitte an. So fiel in der ersten 1°C zu warmen Septemberhalbzeit mit 77,4 l/m² bereits 93% des normalen Septemberniederschlages und die Sonne schien an 78,5 Std. 43% des Septembersolls. Zum Start in die zweite Septemberhälfte gab es unter dem zunehmenden Einfluss von Hoch „Oldenburgia“ einen Wechsel vom Frühherbst zum Spätsommer. So kamen die Bade- und Sonnenliebhaber bis zum 20. mit badetauglichen Temperaturen nochmals voll auf ihre Kosten. Mit 29,1°C stieg die Temperatur am 20. auf die höchste Monatstemperatur an. Pünktlich zum astronomischen Herbstbeginn am 22. September gab es nach dieser Sommerphase unter der Regie der Tiefs „Bernward“ und „Calvin“ dann die trübe und nasse Herbstklatsche. Nach dieser markanten Wetterumstellung waren Regenschirm und Herbstjacke gefragt. Nachdem es nachts auf unter 10°C abkühlte lagen die Tageshöchsttemperaturen nur noch um 11 bis 13°C. Die letzten 3 Septembertage brachten uns bei Höchstwerten von bis zu 18°C mit Nebel, Hochnebel, Wolken und Sonnenschein ein niederschlagsfreies herbstliches Wetter-Potpourri.
A: Station Schulstrasse
B: Station Ossenberg -
Hier noch der meteorologische Sommer 2025 von Schwörstadt:
Es ist bei bestimmten Medien schon fast zur Gewohnheit geworden, dass bereits lange vor Beginn des meteorologischen Sommers vor einem drohenden Jahrhundertsommer gewarnt wird. Wie immer handelt es sich bei diesen Aussagen nicht um seriöse Vorhersagen, sondern um Klatsch und Tratsch. Das einzig herausragende Schwörstädter Sommer-Ereignis war der drittwärmste Juni seit Messbeginn. 2 markante Hitzewellen Ende Juni Anfangs Juli und in der Augustmitte sorgten hauptsächlich gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 für einen 0,5°C zu warmen meteorologischen Sommer. Mit einem für die Natur sehr wertvollen Niederschlagsüberschuss von 60,4 l/m² kann man zum Glück auch nicht von einer Dürre sprechen. Trotz einem Sonnenscheindefizit von 32,5 Stunden kamen die Sonnen- und Badefreunde in den sonnenscheinreichen Monaten Juni und August doch noch einigermaßen auf ihre Kosten.
Der Juni war nach dem Rekord-Hitzejuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn:
Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge war der Juni wieder einmal zu niederschlagsreich. Auf eine durchschnittlich temperierte und sehr niederschlagsreiche erste Junihalbzeit folgte eine sehr trockene zweite Hitzehälfte. Im Gegensatz zum 0,4°C zu kühlen Juni 2024 zeigte sich der erste Sommermonat 2025 mit 2 Hitzewellen 2,2°C zu warm und war somit nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Im 14 Std. zu sonnenscheinreichen Juni fiel mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.Der kälteste Juli der letzten 4 Jahre:
Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der 10,3 l/m² zu niederschlagsreiche und 56 Std. zu sonnenscheinarme mittlere Schwörstädter Sommermonat mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.Der niederschlagsreichste letzte meteorologische Sommermonat der letzten 11 Jahre:
Eine Hitzewelle mit 9 Hitzetagen in Folge (ab 30°C) führte Mitte August nochmals zu einer Wärmebelastung, ehe in der letzten Dekade frische Nächte für eine Abkühlung sorgten. Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre. So zeigte sich der letzte meteorologische Sommermonat 0,3°C zu warm und 10 Stunden zu sonnenscheinreich. -
Der Augustrückblick von Schwörstadt:
Eine Hitzewelle mit 9 Hitzetagen in Folge (ab 30°C) führte Mitte August nochmals zu einer Wärmebelastung, ehe in der letzten Dekade frische Nächte für eine Abkühlung sorgten. Mit 144,8 l/m² (Norm 102,7 l/m²) war der August der niederschlagsreichste August der letzten 11 Jahre. So zeigte sich der letzte meteorologische Sommermonat 0,3°C zu warm und 10 Stunden zu sonnenscheinreich.
Der letzte Sommermonat startete unter der Regie von Tief „Karlheinz“ unbeständig kühl mit Regenschauern und Gewittern. Mit 4 l/m² am 1. und 30,6 l/m² am 2. fiel in den ersten beiden Augusttagen schon über ein Drittel des normalen Augustniederschlages, wobei am 2. August die Höchsttemperatur nur auf herbstliche 16,6°C anstieg. Hoch „Ines“ brachte am 6. die von vielen Leuten lang ersehnte Wetterberuhigung und sorgte allmählich für die Rückkehr des Hochsommers. Nach 36 hitzefreien Tagen in Folge stieg die Temperatur am 8. August mit 30,8°C zum ersten Mal seit dem 2. Juli in den Hitzebereich. Auch an den Folgetagen stieg die Temperatur immer über 30°C an. Mit 35,2°C verzeichneten wir am 13. die höchste Temperatur des Monats. War die erste Augustwoche noch 2,1°C zu kalt, zeigte sich die erste Augusthalbzeit nach dieser Hitzewelle 1,4°C zu warm, mit 34,6 l/m² fiel erst 34% des normalen Augustniederschlages und die Sonne schien an 139 Std. 56% des Augustsolls. Trotz ein paar Wolken und etwas Donnergrollen startete auch die zweite Augusthälfte am 16. mit 30,5°C als Hitzetag. Ein markanter Luftmassenwechsel beendete am 17. die lang anhaltende Hitzewelle, denn mit einer nordwest- bis nördlichen Strömung gelangte nun gemäßigtere und deutlich trockenere Luft zu uns. Nach 9 Hitzetagen in Folge stieg die Temperatur am 17. trotz viel Sonnenschein durch Hoch „Kyra“ nur noch auf angenehme schwülfreie 27,4°C an und bei Nachttemperaturen um 13°C war wieder entspanntes Schlafen angesagt. Stieg die Temperatur am 19. mit 30,8°C nochmals in den Hitzebereich, beendete feucht-kühle Luft aus Südwest am 20. die 17 Tage in Folge anhaltende Trockenheit. Innerhalb 24 Stunden fiel vom 20. bis zum 21. mit 56,2 l/m² 55% des durchschnittlichen Augustniederschlages. Ab dem 23. beruhigte Hoch „Mareike“ das Wettergeschehen und sorgte mit Sonnenschein und steigenden Temperaturen für ein Sommercomeback. In den sternenklaren Nächten wurde es jedoch schon herbstlich frisch, so sank die Temperatur am Morgen des 24. August mit 8,3°C auf die tiefste Temperatur des Monats. Tagsüber stiegen die Temperaturen ab dem 25. jedoch wieder in den Sommerbereich. Nachdem „Mareike“ ab dem 27. schwächelte, kamen wir zunehmend in den Einfluss des Tiefkomplexes von Ex-Hurrikan „Erin“, so fiel vom 27. bis zum 29. unter der Regie von „Erin“ mit wieder kühleren Temperaturen 47,4 l/m² Regen. Die letzten beiden Augusttage zeigten sich bei der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen wechselnd bewölkt.
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Wenn es vielen auch nicht gefällt, der Juli war für die Natur eine Erholung:
Mit nur 15 Sommertagen (ab 25°C, Norm 19,9 Tage) und nur 2 Hitzetagen (ab 30°C, Norm 9,3 Tage) war der 10,3 l/m² zu niederschlagsreiche und 56 Std. zu sonnenscheinarme mittlere Schwörstädter Sommermonat mit einem Temperaturdefizit von 1,1°C der kälteste Juli der letzten 4 Jahre.
Die sehr schwüle Hitze der letzten Junitage setzte sich auch zum Start in den Juli fort, so erreichten wir mit 35,6°C am 2. in Schwörstadt die bisher höchste Temperatur des Jahres. Ein kurzes Gewitter brachte am 4. 3,6 l/m² Regen, dann sorgte im Laufe des 6. Juli die Kaltfront von Tief „Friedemann“ für eine markante Wetterumstellung. Mit Regenschauern wurde die schwül-heiße Luft durch fast schon herbstlich frische Luftmassen ausgeräumt. Bei einem starken Schauer sank die Temperatur am 8. um 14:30 Uhr auf 9,7°C ab und am Morgen des 9. zeigt das Thermometer gerade noch 9,2°C. Die frischen Nächte wirkten sich durchaus positiv auf einen erholsamen Schlaf aus und die 29,6 l/m² Regen die bis zum 9. fielen waren für die ausgetrocknete Vegetation der reinste Segen. Nach diesem „Temperaturrücksetzer“ sorgte Hoch „Dorle“ ab dem 10. wieder für zunehmend angenehm sommerliche Verhältnisse ohne Schwüle. Unter dem Einfluss von Tief „Horst“ brachten Regenschauer am 14. und 15. Juli 9,4 l/m² Regen. Die erste Julihalbzeit war somit 0,1°C zu kalt, mit 38,2 l/m² fiel erst 36% des normalen Juliniederschlages und die Sonne schien an 128 Std. 48% des Julisolls. Ein Duell von Hoch „Edeltraut“ und Tief „Horst“ sorgte zum Start in die zweite Julihälfte dafür, dass sich der Sommer weiterhin von seiner wechselhaften Seite zeigte. Auf hochsommerliche Wärme folgten direkt die nächsten Gewitter und Regenfälle und sorgten für eine deutliche Abkühlung. Am Abend des 20. fiel bei einem Gewitter innerhalb 20 Minuten 20 l/m² Regen. Ein herumwaberndes Höhentief, auch Kaltlufttropfen genannt war der Spielverderber aller Sonnenanbeter, denn der Sonne kam nur eine Statistenrolle zugute. So blieb es auch zum Start der Hundstage, dem normalerweise heißesten Zeitraum des Jahres (vom 23. Juli bis 23. August) bei der eingefahrenen Wetterlage mit unterdurchschnittlichen Temperaturen. Auf ein Sommercomeback warteten die Badefreund vergebens, denn die Sommerpause ging bis zum Monatsende in die Verlängerung. Nach dem drittwärmsten Juni seit Messbeginn und den trockenen Monaten Februar bis Mai war es jedoch für die Vegetation die reinste Erholung.
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aber nicht an allen Stationen, oder?
Denn z.B. an der DWD Station Müllheim wird offensichtlich nur Temperatur und Niederschlag gemessen, andere Daten habe ich von dieser Station im Netz noch nicht finden können und wenn man an der Station vorbeiläuft, so sieht man weit und breit auch kein Windmesser.
Es gibt sogar Stationen wo nur der Wind gemessen wird, wie zum Beispiel Kandern-Gupf. Bei der Station Müllheim werden die Daten meines Wissens nicht immer tagesaktuell bereit gestellt. Auch die Ex-Kachelmann Station Todtmoos hat nur den Niederschlag gemessen. Aber die alten Kachelmannstationen haben sowieso meist Ausfälle.
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Und in Schwörstadt, ca. 1 km nördlich von Möhlin CH das ebenfalls vom Hagel stark getroffen wurde kam nicht einmal ein Regentropfen herunter. Beim Blick über den Rhein konnten wir die Hagelzelle beobachten.
Viele Grüße aus Schwörstadt
Helmut
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Zum Thema DWD-nebenamtliche Wetterstationen:
Auch an den nebenamtlichen DWD-Stationen werden folgende Parameter gemessen:
Temperatur, rel. Luftfeuchte, Bodentemperatur 5cm, Niederschlag, Wind 10m, und Sonnenscheindauer.
Sollte ein Sony (Sonnenscheinmesser) defekt sein wird er nicht mehr ersetzt, diese Daten gehen dann per Satellit ins Messnetz.
Viele Grüße Helmut, Betreuer der DWD-Station Rheinfelden
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Hallo Helmut.58 ,
das hört sich ja gewaltig an , die Hagelkörner müssen ja groß gewesen sein um solch eine Zerstörung anzurichten.
Ich hoffe du erhältst/ hast bald Ersatz.Die Davis Wetterstationen sind ja mittlerweile unheimlich im Preis gestiegen.
Ja von Tischtennisball bis Tennisball. Mein zuverlässiger Lieferant Hunger Wetterladen lieferte die Ersatzteile innerhalb eines Tages.
An den Autos gibt es keine glatten Flächen mehr und zum Teil wurden die Scheiben eingeschlagen. Einem mir bekannten Autohaus hat an 30 Autos Schäden zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Ein Mercedes Autohaus hat an 60 Wagen Schäden, darunter Autos im Wert von 100.000 Euro, eine unglaubliche Schadenssumme. Wassereinbrüche durch beschädigte Dächer und Oberlichter, einige Geschäfte waren über 1 Woche geschlossen. Da werden wohl die Versicherungsbeiträge wieder steigen.
Viele Grüße Helmut
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Ein Hagelunwetter richtete am 01.06.2025 in Bad Säckingen sehr große Schäden an.
Auch meine Wetterstation Kurgebiet Bad Säckingen hat einen Schaden von rund 1.000 Euro.
Windmesser, Sonnenscheinmesser, Solarzelle und die komplette Wetterhütte mit 24 Stundenbelüftung der DAVIS Vantage Pro2 Activ Plus sind zerschmettert.
Badische Zeitung Hochrhein:
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Der drittwärmste Juni in Schwörstadt seit Messbeginn 1966:
Nach 4 zu niederschlagsarmen Monaten in Folge war der Juni wieder einmal zu niederschlagsreich. Auf eine durchschnittlich temperierte und sehr niederschlagsreiche erste Junihalbzeit folgte eine sehr trockene zweite Hitzehälfte. Im Gegensatz zum 0,4°C zu kühlen Juni 2024 zeigte sich der erste Sommermonat 2025 mit 2 Hitzewellen 2,2°C zu warm und war somit nach dem Jahrhundert-Sommerjuni 2003 und dem Juni 2017 der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1966. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Im 14 Std. zu sonnenscheinreichen Juni fiel mit 113 l/m² 108% des normalen Juniniederschlages, wobei 97% des Monatsniederschlages innerhalb der ersten 8 Junitage fiel.
Nach einem schwül-warmen Start in den meteorologischen Sommer stellte sich die Wetterlage am Abend des 1. Juni mit feuchtwarmer Subtropikluft in eine stabile Gewitterlage um. In den ersten 4 Junitagen gewitterte es täglich, wobei im Tagesverlauf des 4. sogar 4 Gewitter über uns zogen. In diesem Zeitraum fiel mit 71,6 l/m² 8,2 l/m² mehr Regen als im gesamten Mai 2025. Unter der Regie der Tiefs „Tim“ und „Uli“ setzte sich das niederschlagsreiche und recht kühle Wetter auch an den Folgetagen fort. Nach einem durchwachsenen Pfingstsonntag wurden die Weichen am Pfingstmontag 9. Juni mit Sommerhoch „Xara“ auf Sommer gestellt. Mit 30,0°C am 12., 32,2°C am 13. und 31,0°C am 14. registrierten wir die erste Hitzewelle des Jahres. Am Abend des 15. Juni räumte ein Gewitter mit 5 l/m² Regen die schwül-heißen Luftmassen aus. Somit fiel in der normal temperierten ersten Junihalbzeit mit 106,8 l/m² schon 102% des langjährigen Juniniederschlages und die Sonne schien an 105,5 Std. 41% des Junisolls. Die zweite Junihälfte startete mit Regenschauern und angenehmen Durchlüfttemperaturen, bevor sich am 16. die Hochs „Yvonne“ und „Zora“ ausbreiteten um zu bleiben. Obwohl die Temperaturen wieder über 30°C anstiegen fühlte sich die Hitze durch den trockenen Ostwind sehr angenehm an. Von Schwüle keine Spur und mit Nachttemperaturen von 11-14°C gab es ideale Temperaturen zum Durchlüften. Unter dem Einfluss der Tiefs „Ziros“ und „Alexander“ nahm die Schwüle und die Bewölkung am 23. wieder zu, aber der Regen blieb aus. Unter Hochdruckeinfluss ging es ab dem 24. wieder sonnig und sehr warm weiter. Ein Gewitter brachte am 26. mit 2,2 l/m² Regen eine kurzfristige Abkühlung, bevor die letzten Tage im Juni 2025 die zweite und stärkste Hitzewelle des Jahres brachten. Am letzten Junitag verzeichneten wir mit 35,1°C die höchste Temperatur des Monats.
A: Station Schulstrasse
B: Station Ossenberg