Netatmo-Wetterstation und der kleine, große Lauschangriff

  • Wer solch eine Wetterstation sein Eigen nennt, sollte genau hinschauen, auf was er sich da einläßt: http://www.heise.de/newsticker…grosse-Ohren-2238792.html


    Doch damit nicht genug. Nur mal etwas in die Zukunft gesponnen, mit etwas technischer Phantasie:
    Schon jetzt ist diese Station in der Lage "Klimadaten" aus dem Wohnbereich, wie z.B. CO2-Werte zu erfassen. Mit einigen Billigsensoren (z.B. aus Rauchmeldern), ließe sich das spielend erweitern. Das verlockende "Angebot" an den Nutzter: Du kannst jederzeit und überall sehen, wie hoch die CO2-Konzentration in deiner Wohnung ist, ob die Bude gerade brennt, oder die Heizung ausgefallen ist.


    Die Daten (und das ist garantiert erst der Anfang) lassen sich spielend mit allen möglichen anderen Userdaten vernüpfen und Profile daraus erstellen, die zahlreiche "Unternehmen" brennend interessieren dürften. Z.B. Versicherungen und hier insbesondere Krankenkassen: Bei entsprechend "mieser Luft" und Schallpegel, läßt sich dann auf Tabak- und Bierkonsum schließen, der die Gesundheit ja bekanntermaßen beinträchtigen kann. Also nicht wundern, wenn demnächst eine kleine Beitragserhöhung ins Haus flattert - oder bestimmte Risiken ausgeschlossen werden.


    Und wer einen Zusatzsensor im Schlafzimmer aufstellt (schließlich muß man ja die komplette Wohnung überwachen), kann seine Umwelt und sonst wen, an den "Nach-WM-Aktivitäten" teilnehmen lassen.


    Schöne neue Welt.... :puke:

  • Mich würde interessieren wie viele Netamo WS Besitzer wissen das seine Wetterstation nicht nur Wetterdaten messen und ungefragt an Dritte weiterleiten.


    Sehr viele haben Anhst vor belauschen über TV, Smartphone Comuter & Co. - das es dann im verorgenen eine Wetterstation ist hättekeiner gedacht. :lol:
    Wenn die schreiben das da ein "Sonometer" verbaut ist . Da lach ich nur - Mikrofone sind doch viel billiger und lasse sich auch als Sonometer bezeichnen. :dash:


    Ich würd das Ding auf den Müll werfen! :puke:

  • ...und die Einbruch-Banden aus Südosteuropa, die ganze Landstriche abgrasen, dürften sich über solche Technik auch freuen. Mit entsprechender Software und Hackerkentnissen, dürfte es ein Kinderspiel sein, über diese Wohnraumdaten ein Bewegungsprofil zu erstellen, aus dem man schließen kann, wann niemand zu hause ist. Wer solch ein Teil in seiner Wohnung hat, müßte von der Einbruch-Versicherung ausgenommen werden. Ich kann ebenso die Tür auflassen, dann zahlt die Versicherung auch nicht - allerdings ist die Tür dann auch nicht kaputt. :thumbsup:
    Wir ahnen ja gar nicht, welche Möglichkeiten es da noch gibt....

  • Ein modernes Märchen aus der Kiste Verschwörungstheorien.
    Welcher vernünftig denkende Mensch glaubt denn sowas?
    Jedes Sonometer braucht ein Mikro, na und wo soll dieses in der Basisstation samt der Verarbeitungseinheit, ach ja Mikrochip reicht ja, eingebaut sein?
    Und der CO2-Messer. So genau, dass er meine Anwesenheit in der Wohnung, selbst wenn ich nicht direkt vor dem Gerät sitze messen kann?
    Und wenn ich dann noch ein paar Kerzen brennen habe?
    Ein paar Minuten nachdenken und die Geschichte ist auf dem Müll, wo sie hingehört.

  • Haasträubender Unsinn, der hier verbeitet wird! Ähnlich, wie die Fernseher, die ihre Nutzer belauschen oder Handys, die allen möglichen Unsinn anstellen etc.
    Wenn ich das lese, stellen sich mir die Zehennägel auf! Imho typische FOAF-Tale = modernes Märchen! Und das mit den Einbrecherbanden ist ja der Gipfel - oh diese bösen, die Millionen von IP-Adressen abgrasen, um zu finden, ob vielleicht ein reicher Netatmo Nutzer dabei ist.


    Tex, verkaufe Deinen PC, Handy etc. und schmeisss Dich auf eine Insel in der Südsee unter eine Palme, damit Dich auch die Satelliten nicht sehen!


    Gruß
    Claus

  • Sehe ich komplett anders - und bin damit auch nicht alleine.
    Es nicht das Einzelne, sondern die Summe aller Teile - sprich die möglichen Verknüpfungen aller möglichen Daten, die jemand (wer auch immer) nutzen kann.
    Alles was im Netz ist, kann manupuliert, ausgewertet und irgenwie benutzt werden. Wenn nicht jetzt sofort, dann eben später. Und je mehr Daten - und seien sie noch so "unverfänglich" ich ins Netz stelle....


    Das hat nix mit der einsamen Südseeinsel zu tun, wenn der Gedanke auch verlockend wäre.... 8o

  • Na ja, überwältigend schaut die Zustimmung im forum ja nicht gerade aus .......


    Aber wenn wir schon dabei sind: jedesmal, wenn Du Dein Handy aufdrehst, gibst Du sehr genau Deinen Standort bekannt und dann noch jedesmal, wenn es sich in eine neue Zelle einloggt. Wenn Du mit Karte bezahlst, weiß die Bank, wo Du eingekauft hast, etc. etc. Das ist der Preis für den Komfort, den wir haben.


    Aber: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!


    Gruß
    Claus

  • Da stimme ich Dir absolut zu.
    Ich brauche und habe allerdings weder ein Handy oder Smartphone, noch eine Bank-oder Kreditkarte, sammle keine Payback-Punkte, oder habe irgend eine goldene Kundenkarte. Telefon mit Wählscheibe aus den 50er (das auch bei Stromausfall noch funktioniert) und Internet per Modem - reicht vollkommen. Kann nicht sagen, daß mir etwas fehlt. SMS-freie Zone sozusagen! :thumbsup:

  • Wow, alle Achtung, jetzt musst Du nur noch den Strom selber erzeugen (Dein Stromanbieter weiß ja auch, wieviel Du verbrauchst) und dann wirst Du der letzte Anonymus weltweit sein (wenn auch unter Verzicht auf eine Menge Komfort, auf Auslandsreisen etc.).


    Gruß
    Claus

  • ...das ist eine Frage des Standpunktes und des individuellen Empfindens: Verzicht auf Komfort ist das für mich keineswegs, sondern ungeheurer Gewinn an Freiheit. Urlaubspläne, Reisen in jeglicher Form, Autofahren etc. - darüber muß ich mir nicht den Kopf zerbrechen, ist nie mein Ding gewesen. Das wäre nur Frust und nicht Lust.